Samstag, 24. April 2010, 18:00 Uhr: SG Binsfeld - Spfr. Thalfang 2:0 (1:0) "Pech klebt den Sportfreunden am Stiefel"
Aufstellung:
Giovanni Camardella Fivo Ogidie
Dominik Bialas Benedikt Hoff Max Pestemer Dennis Kaufmann (84. Peter Vochtel) Thomas Probst (62. Timo Klein) Florian Schmidt Hichem Boughaba
Frieder Krause (C)
Michael Heib
Spielbericht: Die Mannschaft musste personell zum Heimspiel gegen Reil gleich auf mehreren Positionen umgebaut werden. So beorderte Trainer Peter Petry unseren Offensivmann Florian Schmidt auf die bisher ungewohnte Verteidigerpostion, in der er zusammen mit Frieder Krause und Hichem Boughaba den Abwehrriegel bilden sollte. Auf der Sechserposition konnte, trotz Knieprobleme der vergangenen Wochen, Thomas Probst auflaufen. Im Sturm musste Mike Kaufmann, dem die Woche davor der Blinddarm entfernt wurde ,passen.
Nach der angeraumten Spielersitzung freitags konnte man der Petry-Elf zu keinem Zeitpunkt in diesem Spiel fehlenden Willen absprechen. Man ging hoch motiviert in die Partie, ließ die Binsfelder die ersten Minuten erst einmal kommen und spielte abwartend. Nachdem man die ersten Minuten ohne Gegentor ueberstanden hatte, fiel in der 25. Minute das 1:0 fuer die Heimmannschaft. Ein eigentlich ungefährlicher Ball konnte auf der Außenbahn nicht konsequent geklärt werden und der Ball kam als Bumerang wieder zurück, wo ihn Robert Willwertz mit einem gekonnten Sonntagsschuss ins linke obere Toreck einschlagen ließ.
Unsere Mannschaft blieb aber seiner Linie treu, war aber offensiv wie in den vergangenen Wochen zu harmlos. Konter wurden zu unsauber zu ende gespielt und meistens blieb der finale Pass aus.So ging es mit 1:0 in einer umkämpften, aber chancenarmen Partie in die Kabinen.
Dort nahm man sich vor, mit der gleichen Einstellung der ersten 45 Minuten zu Werke zu gehen,um evtl. noch einen Punkt mitzunehmen. Die beiden hochgelobten Binsfelder Spitzen waren bei unseren Verteidigern zur Bedeutungslosigkeit degradiert, und die Grünhemden kamen die folgenden Minuten immer stärker auf. Eine flache scharfe Hereingabe konnte erst der aufgerückte Frieder Krause nicht im Gehäuse unterbringen, wenig später scheiterten Dominik Bialas und Benedikt Hoff nur knapp.
Mitten in diese Drangperiode wurde den Binsfeldern ein ungerechtfertigter Eckball zugesprochen, in dessen Folge der Ball derart unglücklich vom Pfosten zum Stürmer zurücksprang, dass dieser nur noch einzuschieben brauchte. Selbst nach dem 2:0 und der eigentlichen Entscheidung steckten die Thalfanger nicht auf, Florian Schmidt scheiterte mit einem beherzten 20m Knaller am guten Binsfelder Schlussmann.
Insgesamt eine tadellose Leistung der Sportfreunde in puncto Einstellung und Taktik.Man muss allerdings konsternieren, dass man momentan einfach zu harmlos im Angriff agiert, und die wenigen sich bietenden Chancen zu überhastet vergibt. Die Partie hat allerdings gezeigt, dass der Trainer weiterhin die Mannschaft erreicht und die stattgefundene Aussprache bei jedem der Akteure Gehör fand. Tritt man in den kommenden Spielen in ähnlicher Manier auf, sollte sowohl das Glück sich zurückerarbeitet werden und auch der Klassenverbleib machbar sein.
Torschützen: Fehlanzeige
Wir bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstüzt haben!
Sonntag, 11. April 2010, 14:30 Uhr: SV Niederemmel - Spfr. Thalfang 3:0 (1:0) "Sportfreunde schlagen sich selbst!"
Aufstellung:
Fivo Odige
Mike Kaufmann
Dominik Bialas
Benedikt Hoff Dennis Kaufmann ( 80. Giovanni
)
Florian Schmidt Thomas
Probst (70. Max Pestemer)
Mathias Paul
Hichem
Boughaba (60. Simon Krause)
Frieder Krause (C)
Michael Heib
Spielbericht: Nach
dem Heimsieg gegen den FSV Salmrohr II gingen die Thalfanger selbstbewusst in
das Duell an der Mosel gegen den SV Niederemmel. Gegen einen Gegner, für den es in dieser Saison im sicheren
Mittelfeld um nichts mehr geht, sollte eigentlich etwas Zählbares zu holen
sein.
Dabei
schickte Trainer Petry folgende Formation aufs Feld. Vor Torwart Michael Heib
spielten erneut Mathias Paul, Frieder Krause und Hichem Boughaba in der
Abwehrformation. Als Doppelsechs fungierten Florian Schmidt und Thomas Probst,
die beide in der jüngsten Vergangenheit auf sich Aufmerksamkeit machen konnten.
Im Angriff wurde Mittelstürmer Odige von Benedikt Hoff, den Geschwistern
Kaufmann und Dominik Bialas unterstützt. Der zuletzt Rotgesperrte Simon Krause,
Max Pestemer, Giovanni Camardella und Timo Klein nahmen zunächst auf der Bank
Platz.
Die
Sportfreunde kamen gut ins Spiel und es zeigte sich eine ausgeglichene Partie,
die jedoch wenige Tormöglichkeiten auf beiden Seiten bot. Insbesondere in der
Offensive taten sich Fivo Odige und Mike Kaufmann, aber auch die Außen schwer
gegen aggressiv verteidigende Gastgeber aus Niederemmel.
In
der 10. Minute gerieten die Petry-Elf dann völlig unerwartet in Rückstand. Ein
Einwurf von der linken Seite passierte ungehindert den Thalfanger Torraum. Da
sich kein Abwehrspieler zum Klären bereit erklärte, nahm sich ein Emmler
Stürmer am langen Pfosten dieser Möglichkeit an und köpfte ungehindert ein zum
1:0.
Absolut
unnötig lief man in der Folge diesem Rückstand hinterher. Richtigerweise
intensivierten die Grünweißen nun ihre Offensivbemühungen. Benedikt Hoff und
Florian Schmidt kurbelten aus dem Mittelfeld heraus das Spiel nach vorne an,
aber am gegnerischen Sechzehner verliefen sich die Aktionen dann aber in
verlorenen Zweikämpfen und Fehlpässen. Fivo Odige kam nach einer halben Stunde
zur besten Thalfanger Chance, scheiterte allerdings aus wenigen Metern am
Torhüter. Im Anschluss verfehlte ein Weitschuss von Benedikt Hoff den Kasten
der Moselaner knapp.
Zumindest
aus Standardsituationen beschworen die Sportfreunde große Gefahr herauf. Libero
Frieder Krause wurde jedoch mehrmals mit unlauteren Mitteln im Kopfballduell
behindert, was vom Schiedsrichter übersehen wurde.
Zum
Ende der ersten Halbzeit zeichnete sich die Thalfanger Harmlosigkeit im Sturm
immer deutlicher ab. Niederemmel beschränkte sich aufs Kontern und hatte die
ein oder andere gute Möglichkeit gegen Sportfreunde, die zu unstrukturiert und
ohne Spielwitz nach vorne agierten. Dominik Bialas und Dennis Kaufmann zeigten
sich trotz guter Ansätze in dieser Phase zu selten und beraubten die Mannschaft
um die Möglichkeit, das Spiel über die Außen aufzuziehen. Als Resultat konnte
man den frühen Rückstand trotz großer Bemühungen nicht ausgleichen und ging mit
dem 1:0 in die Kabinen.
Nach
Wiederanpfiff bot sich zunächst das gleiche Bild: Niederemmel wollte, Thalfang konnte nicht mehr. Trotz größerer
Spielanteile erlahmte das Offensivspiel der Sportfreunde von Minute zu Minute
und wurde zu einem verkrampften Anrennen. Auch die Einwechslung von Simon
Krause, Max Pestemer und Giovanni Camardella konnten nicht gegen die Tatsache
ankämpfen, dass man dem hohen Aufwand der ersten Halbzeit Tribut zollen musste. Auch die mit den Wechseln verbundenen Umstellungen wirkten sich eher nachteilig aus.
Während
die Sportfreunde nach vorne kaum mehr Aktionen kreieren konnten, wartete
Niederemmel mit gefährlichen Kontern auf. Zweimal ließen sich die Gäste auf
diese Weise überrumpeln und fingen in der Schlussphase zwei weitere, höchst
vermeidbare Gegentore, an denen einzig und allein Schlussmann Michael Heib schuldlos
blieb.
Schließlich
ging diese, für die Sportfreunde schon lange verlorene Partie mit 3:0 für
keineswegs überzeugende Gastgeber aus Niederemmel. Wieder einmal unterstrichen
die Akteure ihre mangelnde Konstanz. Nach dem frühen Rückstand tat man sich zu
schwer mit der Rolle des Spielgestalters und vergab beim ziellosen Anrennen auf
den gegnerischen Kasten wertvolle konditionelle Körner, die in der Schlussphase
fehlten. Letztendlich ließ man wiedermal wichtige Zähler auf den Klassenerhalt
liegen. Hoffentlich ist im kommenden Heimspiel gegen die SG Reil wieder mit
einem Hoch der Sportfreunde zu rechnen…
Torschützen: -
Wir
bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Donnerstag, 01.
April 2010, 19:30 Uhr: Spfr. Thalfang - FSV Salmrohr
2:1 (2:0) "Entscheidener Schritt gegen den
Abstieg"
Aufstellung:
Mike Kaufmann
Dennis Kaufmann
( 88. Timo Klein )
( 82. Timo Schömer )
Dominik Bialas
Benedikt Hoff
Max Pestemer ( 70. Favour Ogidie
)
Florian Schmidt Thomas
Probst
Mathias Paul
Hichem
Boughaba
Frieder Krause (C)
Michael Heib
Spielbericht: Im Vergleich zur
enttäuschenden Partie gegen Gonzerath stellte Trainer Petry sein
Team auf 3 Positionen um. Für den zuletzt unsicher wirkenden
Torhüter Peter Vochtel rückte der erfahrene Michael Heib
zwischen die Pfosten. Die Position des rotgesperrten Simon Krause
uebernahm Hichem Boughaba, auf dessen Position Thomas Probst ins Team rückte und für den angeschlagenen Sturmführer
Favour Ogidie lief Mike Kaufmann von Beginn an auf. Die angeschlagene Taktik, den fussballerisch und technisch sicherlich besser ausgestatteten Gästen mit dem nötigen Biss und der nötigen Laufbereitschaft zu begegnen, ging von Anfang an voll auf. Immer wieder hebelte man die, zumindest in der ersten Halbzeit schlecht sortierte Salmrohrer Viererkette, mit Bällen in die Tiefe aus. So entstand dann nach gut 20 Minuten auch das 1:0, ein schöner Diagonalball von Mittelfeldregisseur Benedikt Hoff fand den gut von außen einlaufenden Dominik Bialas. Dieser ließ mit einem beherzten Antritt Freund und Feind stehen und schlenzte das Leder in den rechten oberen Giebel. Besonders in läuferischer Hinsicht verdiente sich die komplette Thalfanger Mannschaft am heutigen Tage Bestnoten. Nach einem beherzten Antritt des rechten Mittelfeldspielers Max Pestemer fiel nach gut 35 Minuten das 2:0. Endlich einmal fiel dabei ein Tor nach einem Einwurf; Max Pestemer zog zu Grundlinie, schlug eine präzise Flanke, die Stürmer Mike Kaufmann mit einem gekonnten Linksschuss gegen die Laufrichtung des Torhüters zu seinem ersten Tor im Thalfanger Dress vollstreckte. Salmrohr kominierte gefälllig bis zum Thalfanger Sechstener, blieb aber im Abschluss meistens harmlos. Glück hatten die Grünhemden als ein Freistoß der Salmtaler am Querbalken abklatschte. Einen weiteren Schuss aus nächster Distanz konnte der gute Michael Heib entschärfen. So ging es mit einer verdienten 2:0 Führung in die Kabinen. Nach der Halbzeit sah man sich einer vehement aufspielenden Salmroher Mannschaft gegenueber, die mit hoher Laufbereitschaft und gutem Kombinationsfussball immer wieder gefährlich unsere Hintermannschaft unter Druck setzte. Uns gelang es nun immer seltener Entlastungsangriffe zu inszenieren, die Thalfanger Entlastungsangriffe blieben aber trotzdem stets gefährlich. Das Salmrohrer Spiel, so druckvoll es auch war, verpuffte spätestens am Strafraum, sodass Michael Heib nur selten ernsthaft eingreifen musste. Nach gut 70 Minuten kam dann der angeschlagene Fivo Ogidie in die Partie fuer den zunehmend müder werdenden Dominik Bialas. Als in der 75. Minute nach einer Verkettung unglücklicher Umstände der Anschlusstreffer fiel, konnte vielen Zuschauern mulmig werden und so wurden die Schlussminuten noch einmal hektisch. Während auf der Gegenseite der Nigerianer Ogidie frei vor dem Gehäuse an seinen Nerven scheiterte, erhöhte Salmrohr noch einmal die Schlagzahl und wollte vehement das Unentschieden erzielen. Aber mit viel Willen und Einsatz behielt man die so wichtigen 3 Punkte an diesem Abend in Thalfang. In diesem Spiel zeigte sich einmal wieder die alte Fussballerweisheit, dass mit Technik und Talent allein kein Spiel zu gewinnen ist, sondern gerade die Grundtugenden, die wir heute an den Tag legten, der Grundstein dafür waren, diesen Sieg einzufahren. An dieser Stelle sollte wirklich ein Lob der kompletten Mannschaft ausgesprochen werden, insbesondere auch den Auswechselspielern, die sich peu a peu mit couragierten Trainingsleistungen an die Mannschaft herankämpfen. Besonderen Dank auch an die in großer Vielzahl erschienenen Zuschauer, die diesem Spiel ebenfalls eine gewisse Atmosphäre und Spannung verliehen.
Torschützen: 1:0 Dominik Bialas 2:0 Mike Kaufmann
Wir bedanken
uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 21. März 2010, 14:30 Uhr: SG Merscheid - Spfr. Thalfang 2:0 (0:0) "Müde Sportfreunde patzen beim Schlusslicht!"
Aufstellung:
Favour
Odigie
Mike Kaufmann Dennis Kaufmann (60. Dominik Bialas) (75. Giovanni)
Benedikt Hoff
Florian Schmidt Hichem Boughaba Max Pestemer
Simon Krause Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Hatte
man sich vorige Woche erfolgreich beim Rivalen aus Neumagen durchgesetzt, galt
es am heutigen Spieltag gegen den Tabellenletzten aus Merscheid weiteren Boden
in Richtung Klassenerhalt gut zu machen. Für die Sportfreunde standen die
Vorzeichen nach dem Auswärtsdreier also eigentlich ganz gut, auch in Anbetracht
der Tatsache, dass der heutige Gastgeber nach personellen Reaktionen auf der
Trainerbank und dem enormen Punkterückstand deutlich mehr unter Druck stand.
Trainer
Petry vertraute der gleichen Elf, wie am vergangenen Spieltag und setzte mit
einem Dreierangriff erneut und bewusst auf Offensive.
Bei
regnerischem Wetter und tiefem, schlammigen Geläuf auf dem Haager Sportgelände
wurde den zahlreichen Zuschauern schnell eines bewusst: Bei diesem Duell sollte
es für beide Mannschaften spielerisch nichts zu gewinnen geben, vielmehr würden
der Kampf und das notwendige Quäntchen Glück das Spiel entscheiden.
Die
Sportfreunde taten sich zu Beginn sehr schwer auf dem schlüpfrigen Geläuf. Ein
erster riskanter Rückpass entwickelte sich zu einer Merscheider Torchance und
Libero Frieder Krause rutsche ein erster harmloser Ball unbeabsichtigt zwischen
den Beinen durch. Erstaunlich wache Gastgeber spielten druckvoll und aggressiv
auf und zwangen die Thalfanger Hintermannschaft zu frühen Fehlern.
Die
Defensive der Sportfreunde war jedoch der erste Mannschaftsteil, der sich den
rauen Verhältnissen anpasste und zunehmend energischer die immer
wiederkehrenden Offensivaktionen der Haager bekämpfte. Weiter schwer taten sich
Mittelfeld und Offensive, da hier die Thalfanger Akteure die notwendige
Konsequenz in den Zweikämpfen und die Genauigkeit und Übersicht beim Passspiel
vermissen ließen. Folglich lief nach vorne wenig zusammen. Nach 20 Minuten
konnte ein abgeblockter Torschuss von Max Pestemer als erste Möglichkeit
verzeichnet werden.
Unzählige
Ballverluste und mangelndes Zweikampfverhalten führten jedoch immer wieder zu
Gegenangriffen der Merscheider, die sich entsprechend den Platzverhältnissen
auf schnörkellosen, einfachen Fußball und lange Bälle konzentrierten. Kapitän
Frieder und Verteidiger Simon Krause fingen sich bei solchen Kontern frühe gelbe Karten ein, die sich im
weiteren Spielverlauf als nachteilig auswirken sollten.
Aus
dem Spiel heraus sprangen aus den Haager Angriffsbemühungen kaum erwähnenswerte
Aktionen heraus. Allerdings die unnötig verursachten Standardsituationen waren
stets gefährlich. Diese wurden geschickt in den Thalfanger Torraum getreten, wo
ein heute nervöser und unkonzentrierter Peter Vochtel es vermissen ließ, durch
entschlossenes Herauslaufen, die hohen Bälle früh zu entschärfen. Stattdessen
musste Frieder Krause mehrmals im Nachsetzen klären.
Auch
zum Ende einer chancenarmen ersten Halbzeit schafften es die Gäste nicht, ihre
individuelle Überlegenheit zu nutzen, und die Oberhand über die Partie zu
gewinnen. Im Zentrum verzettelten sich Benedikt Hoff und Hichem Boughaba oft in
unnötigen Einzelaktionen, die Außenstürmer Dennis und Mike Kaufmann fanden kaum
Bindung zum Spiel und die defensiven Außen Schmidt und Pestemer rieben sich
zwischen Zweikämpfen in der Abwehr und missglückten Aktionen nach vorne auf.
Einzig Fivo Odige gelang es, in der gegnerischen Abwehr zu zündeln; zu oft war
er jedoch auf sich allein gestellt.
Immerhin
Mike Kaufmann sollte für eine weitere Torchance auf der Habenseite der
Sportfreunde sorgen. Per Flanke von Bruder Dennis eingesetzt, scheute er aber
den direkten Abschluss und verlor sich in einer harmlosen Pirouette.
Zur
Halbzeit schlug sich die Gleichheit in der Chancenbilanz auch im torlosen
Ergebnis nieder. Merscheid zeigte sich als die kämpferisch stärkere Mannschaft,
wohingegen Thalfang gehemmt und einfallslos wirkte.
Nach
Wiederanpfiff bot sich das gleiche Bild: Der Tabellenletzte ackerte für seine
größeren Spielanteile und biss sich an der bis dato soliden Thalfanger
Abwehrreihe die Zähne aus. Insbesondere Mathias Paul bestätigte gegen den
Merscheider Spielmacher seine derzeit gute Form. Peter Vochtel besann sich im
zweiten Durchgang und konnte sich mehrfach auszeichnen.
Die
Sportfreunde taumelten weiter orientierungslos und mit Blei in den Beinen über
den Platz und hatte den Haager Angriffen immer weniger entgegenzusetzen.
Ballverluste und Fehlpässe tendierten gegen Unendlich, in punkto
Laufbereitschaft, schnelles Umschalten und Aggressivität lief man dem Gastgeber
ständig hinterher.
Dominik
Bialas ersetzt nach gut einer Stunde Mike Kaufmann und sollte für Impulse nach
vorne sorgen.
Kurze
Zeit später kam es dann zum Knackpunkt in der Begegnung, die zunehmend auf ein
torloses Remis herauszulaufen schien. Bei einem eigentlich festgefahrenen
Haager Angriff über die rechte Thalfanger Seite ließ ein gegnerischer Stürmer
mit einer simplen Körpertäuschung gleich drei Grünweiße verdutzt stehen und
stieß allein in Richtung Strafraum vor. Simon Krause versuchte in letzter
Instanz zu retten und fuhr an der Strafraumlinie das lange Bein aus. Dankbar
nahm der Angreifer den Kontakt als Geschenk an und kam theatralisch zu Fall,
was der Schiedsrichter nicht nur mit einem Elfmeter, sondern auch mit der
zweiten gelben Karte für den Thalfanger Verteidiger honorierte. Sowohl bei der
Strafstoßentscheidung, als auch beim Strafmaß bestand wenig Diskussionsbedarf.
Den fälligen Elfmeter verwandelte ein Merscheider Akteur sicher ins rechte
Toreck.
In
Unterzahl war das Spiel somit nach 70 Minuten entschieden, denn zu passiv und
umständlich agierte man auch nach dem Rückstand. Ein passabler Torschuss von
Dominik Bialas, sowie zwei bis drei gute Aktionen des Italiener Giovanni, der
einen unglücklichen Dennis Kaufmann ersetzte, verbreiteten wenig Glanz auf
enttäuschten Thalfanger Gesichtern. Symptomatisch für die gezeigte Leistung
fing man sich kurz vor Abpfiff noch das 2:0 ein, als die Gastgeber eine fünf zu
eins Überzahl-Situation gekonnt ausspielten. Verdientermaßen ging dieses
spielerisch dürftige Spiel damit an den Tabellenletzten aus Merscheid, der neue
Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen kann.
Fazit
dieser schwachen Leistung: Thalfang schaffte es nicht, gegen einen Gegner, der
mit einfachsten Mitteln agierte, das Zepter an sich zu reißen oder auch nur
einen Fuß in die Tür zum Sieg zu stecken. Die spärliche Anzahl an
Tormöglichkeiten spricht hier eine deutliche Sprache.
Viele
Akteure wirkten gehemmt und sahen sich nicht dazu in der Lage, sich in das
Spiel einzubringen und die sogenannte Drecksarbeit zu verrichten. Die Merscheider
drückten ihr körperintensives Spiel
durch, legten den größeren Siegeswillen an den Tag und fuhren verdient die drei
Punkte ein.
Die
Niederlage beim Tabellenletzten unterstreicht die fehlende Konstanz bei den
Sportfreunden und sollte schnellstmöglich durch einen erfolgreichen Auftritt im
Freitagsspiel gegen den SV Gonzerath wettgemacht werden.
Torschützen: -
Wir
bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Favour Odigie Mike Kaufmann Dennis Kaufmann (82. Giovanni) (70. Dominik Bialas)
Benedikt Hoff (80. Thomas Probst)
Florian Schmidt Hichem Boughaba Max Pestemer
Simon Krause Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht:
Am
vergangenen Sonntag war es endlich wieder so weit: Die Winterpause war vorüber
und die akzeptablen Verhältnisse ließen das erste Spiel auf dem Hartplatz in
Neumagen stattfinden. Dabei stand das Derby an der Dhron für die Sportfreunde
unter ganz anderen Gesichtspunkten als das in der Woche zuvor ausgefallene
Heimspiel gegen die Reserve aus Salmrohr (wahrscheinlicher Nachholtermin: 03. April
2010). So ging es gegen die, auch in der Tabelle direkt benachbarte SG Neumagen
darum, einerseits mit einem positiven Auftritt aus der Winterpause zu starten
und andererseits einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt auf Distanz
zu halten. Bei diesem Unterfangen sollten die Sportfreunde von den drei
Neuzugängen Dennis und Mike Kaufmann, beide in der Startelf, sowie Giovanni
Camardella unterstützt werden. Verzichten musste Trainer Petry zum Auftakt auf
die weiter Langzeitverletzten Timo Schömer, Kim Klein und Ole Oettel, sowie auf
Marco Schömer.
Als das Feuer
dieser brisanten Partie einmal entzündet war, wurde das Eisen sofort heiß geschmiedet.
Die Sportfreunde fanden hervorragend ins Spiel, standen konzentriert und eng am
Gegenspieler und spielten gefällig nach vorne. Die Gastgeber aus Neumagen
wirkten dagegen wenig konzentriert und sehr phlegmatisch. Folglich kamen die
Thalfanger Stürmer früh zu ersten Möglichkeiten.
Nach einer
guten Viertelstunde wurden die Sportfreunde dann für ihren wachen und entschlossenen
Auftritt belohnt. Beim Spielaufbau der Neumagener spekulierte der Benedikt Hoff
auf einen Abspielfehler in den Hinterreihen. Prompt bekam er einen verheerenden
Rückpass direkt in die Füße gespielt und konnte aus wenigen Metern völlig frei
vor dem gegnerischen Gehäuse einschieben.
Auch im
Anschluss an die Führung blieben die Sportfreunde die aktivere und spielerisch
stärkere Mannschaft. Immer wieder kam man mit Florian Schmidt über links und
Dennis Kaufmann über rechts zu gefährlichen Aktionen. Dazu schafften es die
Gastgeber kaum, sich in die Thalfanger Hälfte zu spielen, wo eine solide
Defensivabteilung um Libero Frieder Krause die wirkungslosen Angriffe
aushebelte.
Erst nach
einer halben Stunde konnte ein Neumagener Stürmer mit einem anständigen, aber
letztlich unpräzisen Torabschluss auf sich aufmerksam machen.
Im Gegenzug
wirbelte die Thalfanger Offensive um Mike Kaufmann und Fivo Odige weiter und
profitierte vom einen oder anderen Aussetzer der gegnerischen Abwehr. Die
Neumagener Bindungsängste zeigten sich auch bei einer hochprozentigen Kopfballchance
von Florian Schmidt, als dieser frei im Sechzehner zum Abschluss kam, jedoch
nicht genug Druck hinter den Ball bekam.
Wenige
Minuten später nutzten die konzentrierten Sportfreunde dann einen, der heute
überraschend gut getretenen Standards zum 0:2. Bei einem Freistoß aus dem
rechten Halbfeld, scharf hereingebracht von Benedikt Hoff, vergab erst Kapitän
Frieder Krause die Kopfballchance, doch im Nachsetzen zeigte sich Fivo Odige gedankenschneller
und grätschte die Kugel in die Maschen. Diese Szene
verdeutlichte, dass die Grünweißen immer einen Tick wachsamer und
konzentrierter waren, und sich so in den entscheidenden, defensiven wie
offensiven Duellen durchsetzten.
Erwähnenswert
blieb vor der Pause eine brenzlige Situation vor dem Thalfanger Tor, als sich
Peter Vochtel bei einem hohen Ball vergriff, Mathias Paul und Frieder Krause
jedoch gemeinsam klären konnten.
Zur Halbzeit
gab es für Trainer Petry kaum etwas zu kritisieren: Gut eingestellte
Sportfreunde konnten nach konzentrierten und taktisch disziplinierten 45
Minuten mit einer komfortablen 0:2 Führung in die Kabinen gehen.
Nach
Wiederanpfiff zeigten sich dann die Gastgeber von der Dhron bemüht, eine
schwache erste Hälfte wett zu machen. Das deutlich höhere Engagement und das
intensivierte Offensivspiel führten zwar zu einer Verlagerung der Spielanteile,
allerdings wirkte der Gegner gegen eine starke Thalfanger Defensive häufig
einfallslos und überhastet.
Die
Sportfreunde gaben das Spiel in dieser Phase etwas leichtfertig aus der Hand
und ließen die eine oder andere Aktion auf das eigene Gehäuse zu. Erst nach
einiger Zeit konnte man die sich ergebenden Freiräume zu bis dahin wenig
ertragreichen Kontern nutzen.
Trotzdem ließ
sich die Petry-Elf von der immer hitzigeren Atmosphäre auf dem Platz nicht anstecken
und behielt auch unter Druck im Abwehrverbund Ruhe und Übersicht. Die gesamte
Innenverteidigung, in der Mathias Paul eine starke Leistung bot, sowie die
defensive Mittelfeldabteilung um Schmidt, Boughaba und Pestemer zeigte eine
kämpferisch und läuferisch starke Leistung.
Nach gut
einer Stunde konnte Trainer Petry seine überraschend üppig bestückte Ersatzbank
zu personellen Wechseln nutzen. Zunächst kam Dominik Bialas für Dennis
Kaufmann, der bereits verwarnt immer öfter den Provokationen aus den Reihen
seines Ex-Vereins erlag. Außerdem kam Thomas Probst für den angeschlagenen
Benedikt Hoff, dessen Rückkehr in die Mannschaft das Spiel merklich belebt
hatte.
Den
Schlusspunkt zum verdienten Auswärtssieg setzte schließlich Neuzugang Giovanni mit dem 0:3. Der gewohnt fleißige Fivo Odige leitete einen schnellen
Gegenangriff ein und nahm Max Pestemer über die rechte Seite mit. Dieser hatte dann
das Auge für den kurz zuvor eingewechselten Italiener, der den Flachpass aus
kurzer Distanz am Torhüter vorbeispitzelte.
Mit diesem
Auswärtsdreier im zwischendurch emotionalen Derby zeigten die Sportfreunde die
richtige Reaktion nach der Winterpause und auf den Einbruch am Ende der ersten
Saisonhälfte. Der Bedeutung des Duells um den Klassenerhalt bewusst und von
Trainer Petry taktisch und mental gut eingestellt, legte man im ersten
Durchgang den Grundstein zum Erfolg über den Gastgeber aus Neumagen. Dieser
verschlief die Anfangsphase und zeigte oft mehr verbales als fußballerisches
Engagement bei dem Versuch den Rückstand aufzuholen. Ein Wort sollte hier an
die souveräne Leistung der Schiedsrichterin verloren werden.
Aus Thalfanger
Sicht positiv zu bewerten sind die starke Defensivleistung, für die sich auch das
Mittelfeld nicht zu schade war, und die anständigen Leistungen der Neuzugänge.
Dass sich die Sportfreunde in Hälfte zwei phasenweise kaum befreien konnten und
Konter- sowie Tormöglichkeiten ausließen, verdeutlicht jedoch auch mögliche
Verbesserungspotenziale für den weiteren Verlauf der Rückrunde.
Mit einem
Sieg im nächsten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Merscheid könnte man
weiteren Boden in Richtung Klassenerhalt gut machen.
Torschützen: 0:1 Benedikt
Hoff
0:2 Fivo
Odigie
0:3 Giovanni
Wir bedanken
uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 06. Dezember 2009, 14:30 Uhr: 16. Spieltag: SV Zeltingen-Rachig - Spfr. Thalfang 2:1 (0:1) "Sportfreunde verspielen Führung und Kredit!"
Aufstellung:
Favour Odigie Björn Fetzer
Florian Schmidt Dominik Bialas (80. Marco Schömer)
Max Pestemer Thomas Probst (70. Timo Schömer)
Simon Krause
Hichem Boughaba Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Am vorletzten
Spieltag vor der Winterpause mussten die zuletzt kriselnden Sportfreunde auf
dem Kunstrasen in Bernkastel gegen den SV Zelting-Rachtig antreten. Dabei
hatten beide Mannschaften gemeinsam, dass sie in der jüngeren Vergangenheit
hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind und auf eine Trendwende hofften.
Die
Startaufstellung der Sportfreunde änderte sich im Vergleich zur Partie gegen
Dreis nur auf einer Position. Thomas Probst übernahm, nach guten
Trainingsleistungen, zusammen mit Max Pestemer die zentrale offensive
Mittelfeldposition. Von dort rückte Hichem Boughaba in die Manndeckung.
Flankiert wurde das Mittelfeld von den Außen Schmidt und Bialas. Sturmtank
Fetzer lief zusammen mit Fivo Odige im Sturmzentrum auf.
Die Begegnung
zeigte sich von Beginn an als sehr ausgeglichen. Dabei wirkten beide
Mannschaften nervös, versuchten fehlerfrei und kontrolliert zu agieren und
riskierten wenig. Zeltingen hatte jedoch mit zwei Schüssen aus näherer Distanz
die ersten Chancen auf der Habenseite.
Die
Sportfreunde hatten es heute etwas leichter in die Partie zu kommen, denn
Zeltingen, bekannt als spielstarke Mannschaft, überließ das Feld keineswegs den
Sportfreunden, sondern versuchte das Spiel an sich zu reißen. Die Gäste standen
jedoch in Mittelfeld und Abwehr kompakt und aggressiv. Das Spiel nach vorne
wirkte erneut gehemmt. Zwei-dreimal gelang es Odige erfolgreich in die Spitze
zu stoßen, Florian Schmidt und Dominik Bialas, die gut ihre Seiten
verteidigten, kamen auch manchmal zu guten Aktionen, ohne jedoch größere
Torgefahr heraufzubeschwören. Björn Fetzer agierte mit seiner Kopfballstärke
als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff, fehlte daher des Öfteren im
Sturmzentrum. Im Zentrum wurde teilweise der Ball zu lange gehalten und
Gelegenheiten zu schnellen Vorstößen verpasst.
Nach
ausgeglichenen 30 Minuten hatte dann Libero Frieder Krause die erste
hochkarätige Tormöglichkeit, als er einen Eckball von Max Pestemer an das
Quergebälk köpfte.
Im Anschluss
hatte der Gastgeber eine starke Phase, drückte die Sportfreunde in die eigene
Hälfte, scheiterte jedoch mehrmals an voreiligen und daher missglückten
Abschlüssen oder an der bisher solide agierenden Innenverteidigung um Mathias
Paul und Hichem Boughaba.
Obwohl
Zeltingen in der zehnminütigen Drangphase nahe am Führungstor schien, waren es
doch die Sportfreunde, die den ersten Treffer landeten. Erneut nach einer Ecke
von Pestemer, war Björn Fetzer auf 11er Höhe so frei, wie ein Frauenparkplatz
vor einer Table-Dance-Bar. Ohne Probleme nickte der Thalfanger Routinier den
Ball in die Maschen. Erfreulicherweise traf mit Fetzer nach langer Zeit mal
wieder ein Stürmer für die Grünweißen, die mit dem wichtigen 0:1 kurz vor der
Pause und einem bis dato engagierten und konzentrierten Auftritt gegen mäßige
Gastgeber, die zuletzt schwachen Auftritte vergessen lassen wollten.
Mit der guten
Ausgangsposition im Rücken ging es in die zweiten 45 Minuten. Nach kurzer Zeit
schien die Petry-Elf hier alles klar machen zu wollen. Zuerst vergab allerdings
Björn Fetzer eine Tausendprozentige. Fivo Odige hatte sich zuvor über die linke
Seite durchgetankt und am Fünfereck auf den freien Fetzer zurückgelegt. Dieser
bugsierte das Leder aus wenigen Metern unbedrängt über die Latte.
Wenige
Minuten war es dann Florian Schmidt, der über links durchstieß. Dem Tor immer
näher kommend entschied er sich für die freie kurze Ecke, traf allerdings
lediglich das Außennetz.
Der
Vorentscheidung nochmal entronnen, begann Zeltingen sich im Anschluss
aufzubäumen und intensivierte nach verpasster Anfangsphase das Spiel nach
vorne.
Immer wieder
angetrieben schalteten sich die gegnerischen Außenverteidiger und Abwehrspieler
ins Aufbauspiel mit ein, schafften Überzahl und Konfusion im Mittelfeld und
überrannten das ein oder andere Mal die Reihen der Sportfreunde.
Symptomatisch
daher der Ausgleich in der 60. Minute. Nach einem Eckball für Thalfang konterte
der Gegner schnell über die rechte Seite. Florian Schmidt setzte nicht
konsequent nach und der für seinen Bruder hinten absichernde Simon Krause
musste aus dem Abwehrzentrum herausrücken. Der Zeltinger Akteur flankte jedoch
von halbrechts in den Strafraum, wo drei Thalfanger Spieler einem gegnerischen
Stürmer dabei zusahen, wie er den Ball mit der Brust annahm, sich vorlegte und
aus der Drehung volley den Ball im langen Eck versenkte.
Mit jeder
weiteren Minute schien den Grünweißen das Spiel mehr und mehr zu entgleiten.
Anstatt mit Geschlossenheit und Aggressivität dagegenzuhalten, machte man
entscheidende Fehler und ließ den Gegner gewähren. Im Mittelfeld versäumten es
die Außen rechtzeitig einzurücken und die Räume eng zu machen. Thomas Probst
agierte zu offensiv, Simon Krause und Max Pestemer verloren die Bindung zu
ihren Gegenspielern und liefen hinterher. Die Ordnung aus dem ersten Durchgang
ging völlig verloren.
Trainer Petry
reagiert und brachte Timo Schömer für Thomas Probst. Das Spiel der Sportfreunde
fand jedoch nicht mehr ins Fahrwasser zurück. Nach vorne gelang gar nichts mehr
und hinten gelang kaum eine Befreiung.
In der 75.
Minute folgte dann sogar das 2:1 für Zeltingen. Nach einem Eckball faustete
Torwart Peter Vochtel, dem es heute selten gelang Souveränität und Sicherheit
auszustrahlen, einem Zeltinger Angreifer den Ball an den Hinterkopf. Von dort
prallte er unglücklich ab und fand seinen Weg ins Thalfanger Gehäuse. Völlig
unnötig machte man einen fast geschlagenen Gegner stark und gab Spiel und
Führung aus der Hand.
In der Schlussphase,
in der Marco Schömer für Dominik Bialas kam, konnten weitere Chancen für die
Moselaner vereitelt werden. Aber schon lange vorher zeigte sich, dass die
Thalfanger nicht mehr in der Lage sein würden, in die Partie zurückzukehren. Hichem
Boughaba holte sich nach teilweise berechtigten Querelen mit dem Unparteiischen
mit einer Gelb-Roten-Karte auch noch einen Platzverweis ein. Kopf- und
orientierungslos taumelte man dem Schlusspfiff und der 2:1 Auswärtspleite
entgegen.
Mit dem
heutigen Auftritt gaben die Sportfreunde weiteren Anlass zur Sorge. Mit nur
zwei Punkten und zwei Toren aus den letzten fünf Begegnungen machen sich in Thalfang kurz vor
der Winterpause die ersten Anzeichen einer Krise bemerkbar. Trotz einer guten
ersten Hälfte und der Führung, brach man schlagartig ein und gab das so
wichtige Spiel erneut gegen eine
schlechter platzierte Mannschaft verloren. Die mental angeschlagene
Mannschaft präsentierte sich im zweiten Durchgang ohne Rückgrat. Zur fehlenden
spielerischen Qualität und den nicht vorhandenen Alternative gesellt sich die
Tatsache, dass kaum ein Akteur seine Normalform erreicht. Im Gegenteil, wurden
vor allem nach dem Ausgleich das aggressive Dagegenhalten und Reaktion
vermisst. Diese Eigenschaften zeichneten heute einzig den Gastgeber aus.
Wichtige
Schlüsselspieler mit langjähriger Erfahrung, wie Björn Fetzer, Hichem Boughaba
oder Timo Schömer, sind dazu noch nicht wieder in Topform, um die junge
Mannschaft entscheidend zu führen. Ein Anliegen, dass Kapitän Frieder Krause
und Stürmer Odige, die alleinig konstante Leistungen abrufen, so nicht
bewältigen können und dürfen. Dazu spielen die Neuzugänge zu unkonstant und
können gute Trainingsleistungen selten auf die Spiele übertragen. Die
„Auswärtigen“ aber eigentlich erfahrenen Florian Schmidt und Simon Krause leiden
unter der mangelnden Bindung zur Mannschaft, und schaffen es kaum ihre
Doppelrolle als Spieler und Teil der Mannschaft zu erfüllen. Die ganz jungen
Spieler lassen sich folglich von der allgemeinen Verunsicherung anstecken und
profitieren negativ von der kaum vorhandenen Hierarchie. Erschwerend wirken die
angespannte personelle Lage und das Verletzungspech. Diese schwache Phase wirkt
für das Team zunehmend als Belastung und viele Akteure schaffen es nicht, den
Kopf für das taktische und spielerische Geschehen auf dem Platz frei zu
bekommen und leisten sich individuelle Aussetzer.
Diese Analyse
sollte für alle als Aufruf zum Handeln und zur kritischen Reflektion der
individuellen Leistungen verstanden werden. Mit bisher immer noch 20 Punkten
steht man nach wie vor gut da, aber viele Zähler wurden fahrlässig verloren
gegeben, was in den weiteren Saisonspielen ohne Trendwende den Druck drastisch
erhöhen könnte. Im letzten Spiel vor Weihnachten gegen Salmrohr und in der
Winterpause ist die Rückkehr zu alten Tugenden gefordert, um vor allem mit
mannschaftlicher Geschlossenheit zurück zu gewohnten Leistungen zu finden.
Torschützen: 0:1 Björn
Fetzer
Wir bedanken
uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Freitag, 27. November 2009, 20:00 Uhr: 15. Spieltag: Spfr. Thalfang - SV Dreis 0:0 "Enttäuschende Nullnummer und viel Gegenwind!"
Aufstellung:
Favour Odigie Björn Fetzer
Florian Schmidt Dominik Bialas
Max Pestemer Hichem Boughaba
Simon Krause
Timo Schömer Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht:
Eine deutliche Auswärtspleite in
den Knochen bekamen es die Sportfreunde am wegen des letzten Marktes
vorgezogenen Freitagabend mit dem Aufsteiger aus Dreis zu tun. Einerseits steht
der Gegner am Tabellenende und konnte in der Hinrunde mit einem klaren 4:2 besiegt
werden. Andererseits konnte Thalfang sich in den letzten Begegnungen nicht mit
Ruhm bekleckern und war gegen eine junge und forsche Truppe, die sich mit aller
Macht gegen den Abstieg stemmt, gewarnt.
Auch im
heutigen Spiel musste Trainer Petry wieder zahlreiche Ausfälle kompensieren.
Für den erneut verletzten Ole Oettel rückte Timo Schömer, dessen Formkurve nach
langer Verletzungszeit nach oben zeigt, in die Manndeckung. Vor dem Sechser Simon
Krause sollte eine offensive Mittelfeldformation mit Hichem Boughaba und Max
Pestemer im Zentrum, sowie Dominik Bialas und Florian Schmidt auf den Außen,
das Spiel nach vorne gestalten. Weiterhin fehlen wird der wohl ernster
verletzte Benedikt Hoff. Im Angriff warteten Björn Fetzer und Fivo Odige auf.
In der
Anfangsphase wurde schnell deutliche, dass außer den 22 Akteuren auch der böige
Wind einen deutlichen Einfluss auf das Spielgeschehen haben sollte. Nutznießer
waren in der ersten Hälfte die Gäste aus Dreis, die mit dem starken Rückenwind
wesentlich besser in die Partie kamen. Der Aufsteiger stand tief, überließ die
unter den Verhältnissen äußerst schwierige Rolle der Spielgestaltung den
Sportfreunden und konterte bei Ballverlusten der Sportfreunde schnell und
effektiv. Nach einem missglückten Weitschuss verpasste ein Dreiser Stürmer in
der 13. Spielminute per Kopf das Gehäuse von Peter Vochtel nur knapp. Aufatmen
in den Thalfanger Reihen, dass diese Großchance aus wenigen Metern vom Gegner
nicht genutzt werden konnte.
Die
Hausherren dagegen taten sich sehr schwer. Nach vorne gelangen nur selten
Aktionen gegen eine aggressive Dreiser Verteidigung, und da lange Bälle gegen
den Wind unberechenbar waren, musste man sich auf das holprige Kurzpassspiel
beschränken. Immerhin gelang es Hichem Boughaba den ein oder anderen
geschickten Offensivpass einzufädeln. Bei den viel zu häufigen Ballverlusten
zeigte man sich im Abwehrverbund sehr wackelig. Die höheren Spielanteile
schlugen sich nicht in Tormöglichkeiten, so dass Dreis das gefährlichere Team
blieb. Mit einer knapp verpassten Flanke in 32. und einem guten Freistoß in der
40. Minute hatte der Gast weitere gute Möglichkeiten vor der Pause. Den
Freistoß parierte Torwart Vochtel gekonnt.
Die
Sportfreunde retteten sich mit dem 0:0 in die Kabinen. Glücklich darüber, gegen
den starken Wind nicht in Rückstand geraten zu sein, blieb bis dato zu
bemängeln, dass man außer einem Torschuss von Björn Fetzer und einem 30 Meter
Freistoß von Mathias Paul keine nennenswerten Torchancen herausspielte, was im
zu komplizierten Spiel nach vorne und vielen Abspielfehlern zu begründen war.
Nach
Wiederanpfiff nahmen die Sportfreunde mit dem Wind im Rücken das Heft in die
Hand. Dominik Bialas vergab jedoch die erste hundertprozentige Möglichkeit zur
Führung aus kurzer Distanz. In der Folge bauten die Hausherren ihre
Spielanteile aus und intensivierten ihr Offensivspiel. Zwei Faktoren ließen die
Bemühungen der Sportfreunde als teilweise „kopfloses Anrennen“ erscheinen.
Einerseits war, ähnlich wie in den Vorwochen, in der Kombination Passspiel,
Laufbereitschaft und Spielintelligenz reichlich Sand im Getriebe, sodass in die
Angriffe oftmals am finalen Zuspiel oder einem Missverständnis scheiterten. Auf
der anderen Seite bezog man nicht wie die Dreiser im ersten Durchgang den
Rückenwind mit ins Spiel ein. Mit der
Rolle des Spielgestalters förmlich verdammt, spielte man viel zu offensiv. Da
man das Geschehen in die Hälfte des Gegners verschob, wurden die schnellen
Spitzen Schmidt, Odige und Bialas, die aus dem Raum kommend stark sind, aus dem
Spiel genommen. Darüber hinaus wurde es den Dreiser leicht gemacht in die
Weiten der Thalfanger Hälfte vorzustoßen und zu kontern.
Trotz dieser
taktischen Nachlässigkeit hatte man immer wieder Torchancen. In der 70. Minute
scheiterte beispielsweise Björn Fetzer beim Versuch, den gegnerischen Torwart
per Kopfball zu überwinden an der Querlatte.
Zwischendurch
setzten ums Überleben kämpfende Dreiser immer wieder für Nadelstiche und
blieben gefährlich. Ein Flachschuss verfehlte den Thalfanger Kasten in Minute
75 nur knapp. Zum Glück der Sportfreunde scheiterten weitere aussichtsreiche
Konterangriffe der Gäste an missglückten Zuspielen und Abschlüssen.
Obwohl man
mit zunehmender Spielzeit hinten die Null besser halten konnte und den Gegner
weiter unter Druck setzte, fiel der erlösende Treffer für keine der
Mannschaften. In der Schlussphase hatten dann die Sportfreunde nochmals die
Hand an der Tür zum Erfolg. Zunächst verfehlte Florian Schmidt nach sehenswerten
Dribbing den linken Torwinkel nur um Zentimeter bevor auch Björn Fetzer und
Dominik Bialas mit einer Doppelchance scheiterten. Beide Thalfanger Stürmer
schlossen direkt hintereinander per Volleyschuss aus wenigen Metern ab, trafen
aber beide lediglich den guten Schlussmann der Gäste.
Global
betrachtet ging das torlose Unentschieden in Ordnung. Auch wenn die Petry-Elf
nach mäßiger erster Hälft im zweiten Durchgang im Vorteil war, setzte sich die
Durststrecke der Offensivabteilung weiter fort. Ein wenig durchdachtes
Aufbauspiel sowie Unzulänglichkeiten bei Taktik und Spielverständnis paaren
sich zu allem Überfluss mit einem kaum vorhandenen Selbstvertrauen der
Thalfanger Akteure, die es nach der Niederlage gegen Platten erneut nicht
schafften, sich gegen eine spielerisch unterlegene Mannschaft aus dem Tabellenkeller
durchzusetzen. Vom guten Saisonanfang ist momentan nur noch wenig zu sehen.
Personelle Alternativen sind bei der Verletztensituation dazu Mangelware. Zu
hoffen bleibt, dass man nicht in eine Krise rutscht und in den letzten beiden
Spielen gegen Zeltingen und Salmrohr noch mal punkten kann, um nicht vor der
Winterpause den Anschluss zu verlieren.
Torschützen: -
Wir bedanken uns bei allen Fans, die
uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 22. November 2009, 14:30 Uhr: 14. Spieltag: SG Laufeld - Spfr. Thalfang 4:1 (2:0) "Sportfreunde nur phasenweise ebenbürtig!"
Aufstellung:
Favour Odige
Dominik Bialas Florian Schmidt Max Pestemer
Timo Schömer Simon Krause Thomas Probst
Hichem Boughaba Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Mit der SG Laufeld stand für die
Sportfreunde Thalfang am ersten Spieltag der Rückrunde ein schwerer Gegner auf
dem Programm. Immerhin ist der ehemalige Verbands- und Bezirksligist mit noch
zahlreichen hochkarätigen Spielern gespickt und hat mit der besten Offensive
der Liga seine Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg mehr als deutlich
gemacht. Nicht zuletzt die Hinspielniederlage von 1:4 spiegelte die
spielerische Klasse des heutigen Gegners wider.
Auch diesen Sonntag stellte sich
die Anfangself so gut wie von selbst auf. Da sowohl der verhinderte Björn
Fetzer, als auch der verletzte Benedikt Hoff nicht zur Verfügung standen, musste
Rückkehrer Timo Schömer von Beginn an ran. Er ergänzte eine bewusst defensive
Mittelfeldformation um Simon Krause und Thomas Probst defensiv auf der linken
Seite. Davor sollte eine zweite Kette mit links Dominik Bialas, zentral Max
Pestemer und rechts Florian Schmidt das erste Verteidigungsbollwerk, aber auch
die nachrückende Offensive bilden. Als Konterstürmer wartete Fivo Odige auf.
Auf dem tiefen Laufelder
Rasenplatz war die Rollenverteilung von Beginn an klar verteilt: Laufeld, als
die spielerisch überlegene Mannschaft, machte als Favorit das Spiel. Die
Sportfreunde, auf eine entschlossene und enge Defensive setzend, standen tief,
ließen den Gegner kommen und lauerten auf Konter.
Die taktische Aufstellung und
Ausrichtung von Trainer Petry ging in der Anfangsphase voll auf: Die beiden
Mittelfeldketten und die Abwehr agierten laufstark und aggressiv. Geschickt
schloss man die notwendigen Räume und ließ die Laufelder Angriffe ergebnislos
verpuffen. Außer zwei Fernschüssen sprang für den Favoriten nichts heraus. Darüber hinaus boten sich in Folge
der eroberten Bälle des Öfteren Situationen für gefährliche Gegenstöße. Jedoch
die defensive Ausrichtung, das zu zögerliche Umschalten und überhastete
Fehlpässe verhinderten das Ausnutzen der Kontermöglichkeiten.
Nach einer guten halben Stunde
hatte dann überraschender Weise der Gast aus Thalfang zwei gute Möglichkeiten
auswärts in Führung zu gehen. Da sich Odige und die Außenstürmer Bialas und
Schmidt gegen die eingespielte Viererkette der Hausherren sehr schwer taten,
mussten Standards für diese guten Gelegenheiten her halten. Zuerst war es
Florian Schmidt, der nach einem Freistoß aus kurzer Distanz nur an den rechten
Pfosten köpfte. Im Anschluss vergab Kapitän Frieder Krause bei einem Eckball
die Chance per Kopfball das Führungstor zu erzielen. Der Ball verpasste den
gegnerischen Kasten nur knapp.
Wie es im Fußball so oft kommt,
bestrafte Laufeld die Thalfanger Ineffizienz und kam per Zufall zum 1:0. Ein
Eckball von links wurde erst von Verteidiger Paul unglücklich verlängert und
sprang kurz dahinter einem gegnerischen Akteur an die Schulter, von wo die Kugel
über die Torlinie kullerte. Etwas schmeichelhaft geriet der Gastgeber so in
Führung.
Der unglückliche Rückstand
verursachte einen Bruch im bis dato konsequenten Thalfanger Spiel. Verunsicherung
machte sich bemerkbar, was sich in vermehrten Fehlpässen und Nachlässigkeiten
im Defensivverbund zeigte. Nicht nur einmal kam es vor, dass man zu zweit auf
den Ballführenden rückte, die Lauf- und Passwege des Gegners nicht erkannte oder im Mittelfeld falsch oder zu spät verschob.
Durch diese taktischen Fehler
verbesserte sich die Qualität der Tormöglichkeiten für Laufeld entscheidend, da
der Gastgeber immer öfter durch die Thalfanger Reihen stieß. Nach 40 Minuten
konnte sich Torwart Peter Vochtel auszeichnen, als er eine
Eins-zu-eins-Situation im Sechzehner entschärfen konnte.
Kurz vor dem Pausenpfiff bahnte
sich dann doch das 2:0 an. Nach einem Ballverlust ließ ein Laufelder Angreifer
gleich zwei Thalfanger Akteure stehen um dann präzise in die Nahtstelle
zwischen dem aufgerückten Libero Frieder Krause und Manndecker Paul zu spielen.
Der Gegenspieler des Letzteren nutzte den Meter Vorsprung gedankenschnell aus
und schob nach gekonnter Ballannahme an Torwart Vochtel vorbei ein zum 2:0.
Zur Halbzeit lag man bei einem
spielerisch sehr starken Gegner, trotz einer taktisch überragenden ersten
halben Stunde, unglücklich aber keineswegs schuldlos mit 2:0 hinten. Während
sich die Defensive lediglich bei den Gegentoren schlecht aussah, ließ das
Mittelfeld nach dem ersten Gegentor zu viele Fehler zu und gab entscheidende
Zweikämpfe verloren. Die Offensive agierte anfänglich unglücklich, mit
zunehmender Spieldauer aber unkonzentriert und wenig zielstrebig.
Im zweiten Durchgang knüpft der
Gastgeber an die starke Schlussphase der ersten Hälfte an und übte weiter Druck
auf die Sportfreunde aus, die durch den Rückstand zum offensiveren Handeln
gezwungen waren.
Ähnlich dem 2:0 resultierte das anschließende
3:0 aus einer Nachlässigkeit im Mittelfeld und einem Stellungsfehler im
Abwehrverbund. Ein Einwurf in der eigenen Hälfte landete beim Gegner, der das
Spiel schnell von der rechten auf die linke Seite verlagerte. Hier sorgte
erneut ein präziser Pass in die Spitze dafür, dass ein Laufelder Stürmer
ungehindert quer vor das Thalfanger Tor flanken konnte. Den flachen Ball verwandelte
ein weiterer Akteur per Krätsche ins rechte Toreck. Bei allen vier Stationen
kamen die Sportfreunde zu spät und hatten daher das Nachsehen.
Die Gäste schafften es auch danach
nicht, sich defensiv zu stabilisieren und offensiv zu entlasten. Konsequenter
Weise sorgte dann der in dieser Phase in allen Bereichen überlegene Gegner mit
einem wunderbaren Weitschuss aus gut 20 Metern von der halbrechten Position für
das vorentscheidende 4:0. Die Sportfreunde liefen jetzt Gefahr unterzugehen.
Nach einer Stunde Spielzeit und
der Einwechselung von Ole Oettel für den heute sehr soliden Timo Schömer, fand die
Petry-Elf endlich wieder zu ihrer Ordnung zurück, mit der man sich im ersten
Durchgang so erfolgreich präsentiert hatte.
Zwar hatte der bisher chancenlose
Peter Vochtel zunächst einen Heberversuch eines, allein vor dem Thalfanger
Gehäuse auftauchenden, Laufelder Stürmers zu entschärfen, doch in den nächsten
Minuten kamen dann die Grünweißen wieder zu lang vermissten Aktionen. Erst ging
ein Freistoß von Max Pestemer von der Sechzehnerlinie knapp einen Meter über
die Querlatte. Danach sorgte dann ein lehrbuchmäßiger Freistoß von Mathias Paul
für den Anschlusstreffer. Dieser zog den Ball aus halbrechter Position stramm
auf den langen Pfosten. Viele freundliche und feindliche Köpfe reckten sich an
den Ball, niemand berührte diesen letztendlich, so dass der verdutzte Torwart
der Gastgeber nicht verhindert konnte, dass das Leder in der linken Torecke einschlug.
Da Laufeld auch weiterhin dem
hohen Tempo der ersten 60 Minuten Tribut zollen musste, konnten die
Sportfreunde im Spiel bleiben und eine höhere Niederlage verhindern. Nach der
Einwechslung von Daniel Wendorff für Thomas Probst blieben ein Laufelder Kopfstoss
an die Torlatte und ein Fernschuss von Bialas, der das Tor verfehlte, die
letzten erwähnenswerten Aktionen vor dem Abpfiff.
Nach 90 Minuten musste man sich
gegen den Favoriten verdient mit 4:1 geschlagen geben. Die spielerische
Überlegenheit der Gastgeber konnten die Sportfreunde insgesamt nur eine
Halbzeit lang durch taktisches und aggressives Defensivverhalten ausgleichen. Trainer
Petry beurteilte zumindest die starke erste halbe Stunde seiner Mannschaft, als
die taktisch wohl beste Leistung der bisherigen Saison. Leider konnte man daran
in den letzten Minuten von Halbzeit eins und der Anfangsphase von Durchgang
zwei nicht anknüpfen und sorgte teilweise auch durch eigene Fehler für einen
schließlich ungefährdeten und souverän wirkenden 4:1 Sieg der Laufelder.
Immerhin verhinderte man ein höheres Debakel und zeigte sich in der Endphase
des Spiels wieder engagiert und willensstark. Letztlich hingen die Trauben im
heutigen Auswärtsspiel zu hoch. Am kommenden Freitag gegen Dreis muss dagegen
im Spiel gegen einen Konkurrenten um den Abstiegskampf unbedingt gepunktet
werden.
Torschützen: 4:1 Mathias Paul
Wir bedanken uns bei allen Fans, die
uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 15. November 2009, 15:00 Uhr: 13. Spieltag: Spfr. Thalfang - SV Wittlich 0:0 "Gerechte Nullnummer gegen Wittlich!"
Aufstellung:
Favour Odigie Björn Fetzer (75. Timo Schömer)
Dominik Bialas Max Pestemer Florian Schmidt
Simon Krause Thomas Probst
Hichem Boughaba Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Am letzten Spieltag der Hinrunde und nach
dem schwachen Auftritt gegen den Tabellenletzten aus Platten begrüßte man nun
den SV Wittlich zum Heimspiel in Thalfang. Diesen Gegner galt es nicht zu
unterschätzen: Einerseits standen die Säubrenner zwar mit nur 14 Punkten auf
Platz 11 der Tabelle und damit knapp vor der Abstiegszone, aber andererseits
gelten sie als sehr spielstarkes Team, das an einem guten Tag jede Mannschaft
schlagen kann. Angesichts der beiden Siege, die die Sportfreunde in der
vergangenen Spielzeit gegen Wittlich einfahren konnten, blickte man jedoch
optimistisch auf diese Begegnung.
Die Mannschaft der Hausherren stellte
sich, aufgrund der erneuten Verletzung von Verteidiger Ole Oettel (Rückenprobleme)
und des fortwährenden Ausfalls von Benedikt Hoff (Muskelprobleme), so gut wie
von selbst auf. Allerdings überraschte Trainer Petry mit einigen Umstellungen:
Um dem spielstarken Angriff der Wittlicher zu begegnen, spielte Hichem Boughaba
Manndecker zusammen mit Mathias Paul vor Libero Frieder Krause. Im Mittelfeld
lief seit langem wieder eine Doppelsechs mit Simon Krause und Thomas Probst
auf, die von Dominik Bialas links und Florian Schmidt rechts flankiert wurde.
Alle Freiheiten auf der Spielmacherposition erhielt der zuletzt glücklos
spielende Max Pestemer, der das Geschehen hinter den Sturmspitzen Björn Fetzer
und Fivo Odige in die Hand nehmen sollte.
Hochmotiviert und mit dem Willen
gegenüber dem vergangenen Heimspiel einiges wieder gut zu machen, begannen die
Sportfreunde die Partie. Doch schon in den Anfangsminuten bekam man es mit der
spielerischen Klasse der Gäste zu tun, die hinten stabil standen und nach vorne
gut kombinierten.
Die erste halbe Stunde bekamen die
Zuschauer wenig Erwähnenswertes geboten. Sowohl die Hausherren, als auch
Wittlich spielten aus einer tiefen Defensive heraus sehr kontrolliert nach
vorne, mit dem festen Vorhaben, einen frühen Rückstand zu vermeiden.
Da sich das Spiel hauptsächlich in den
Mittelfeldreihen abspielte, kam es folglich auch hier zu den entscheidenden Fehlern
oder Aktionen, aus denen dann Torchancen resultierten. Nach einem ersten
Fernschuss von Bialas, setzte dieser wenig später über links kommend mit einem
flachen Querpass vor dem Sechzehner Max Pestemer ein. Dessen guter Schuss zwang
den Wittlicher Goalie zu einer guten Parade.
Der heute zentral agierende Pestemer
hatte in Minute 32 dann auch die nächste gute Möglichkeit: Wieder über außen
angespielt, zog er zentral aus 25 Metern ab. Der Ball hatte jedoch zu wenig Durchschlagskraft
und wäre besser auf den über links heraneilenden Bialas gespielt worden.
Diese beiden besten Thalfanger
Gelegenheiten im ersten Durchgang sollten, neben einigen anderen halbherzigen
Torchancen, keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass die Gäste mehr als
mitspielten. Ganz im Gegenteil erwies sich Wittlich insgesamt als die technisch
bessere Mannschaft und setzte sich im Mittelfeld mehrmals gegen verdutzte und
unglücklich agierende Thalfanger intelligent durch. Diese, aus Nachlässigkeiten
und auch Missverständnissen folgenden Angriffe führten, auch gegen eine heute
starke Innenverteidigung, zu guten Möglichkeiten. Mehrmals konnte sich Peter
Vochtel auszeichnen, vor allem, als er in der 43. Minute einen platzierten Flugkopfball
aus der linken Torecke kratzen konnte. Zuvor vergaben die Gäste mit einem
indirekten Freistoß im Thalfanger Strafraum, den der heute dürftige Schiedsrichter
fälschlicherweise verhängte, eine gute Gelegenheit.
Zur Pause schickte der Unparteiische
die Mannschaften daher mit einem verdienten 0:0 in die Kabinen. Beide
Mannschaften agierten bis dato auf Augenhöhe, neutralisierten sich überwiegend
im Mittelfeld und profitierten hauptsächlich von den Fehlern des Gegners. Die
Ausgeglichenheit schlug sich auch in der Statistik nieder: Jeweils eine hundertprozentige
Möglichkeit und mehrere lauwarme Torchancen für jedes der Teams – alles war
möglich!
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen
die Grünweißen etwas besser ins Spiel zu kommen. Als Heimmannschaft witterte
man die Chance und erstritt sich Feld- und Spielvorteile. Unter viele positive
Ansätze setzten jedoch das zu komplizierte und wenig durchdachte Thalfanger
Offensivspiel oder spätestens die gut stehende Wittlicher Abwehrformation einen
Schlussstrich. Der gesamten Sturmabteilung fehlten heute wieder die
entscheidenden Ideen und das zum Torerfolg nötige Fortune.
Viele hinzukommende Abspielfehler, in
uneindeutigen Aktionen versackende Angriffe und gezielte Nadelstiche der
spielerisch versierten Gäste sorgten insgesamt auch in Halbzeit zwei für einen
ausgeglichenen Spielverlauf.
Nach 75. Minuten kam Timo Schömer für
den soliden Björn Fetzer in die Partie und fügte sich nach langer
Verletzungsmisere gewohnt zweikampfstark ins Spielgeschehen ein.
In der Schlussviertelstunde entwickelte
sich die Partie endlich wesentlich offener, da einerseits Kondition und damit
Konzentration auf beiden Seiten abbauten und anderseits jede der Mannschaften
auf das entscheidende 1:0 und einen möglichen Dreier pochte.
Folglich kam es erst zum Ende der
Begegnung zu den besten Tormöglichkeiten. Auf Thalfanger Seite wurde Fivo
Odige, der den Ball von Simon Krause servierfertig durchgesteckt bekam, allein
vor dem Wittlicher Kasten angespielt. Im Angesicht mit dem gegnerischen Keeper,
der den Winkel klug verkürzte, versagten dem Nigerianer aber die Nerven und
anstatt den Ball einfach über den Torwart hinwegzuspitzeln, schoss er diesen
gleich zweimal an. Wenig später spielte Verteidiger Boughaba, nach ebenfalls
sehenswerter Vorarbeit und einem energischen Antritt durchs Mittelfeld, wieder
Odige alleine im Sechzehner frei, doch diesmal misslang dem Stürmer die
Ballannahme, sodass eine weitere große Tormöglichkeit verpuffte.
Wie es der Zufall wollte, hatte auch
Wittlich mit genau zwei Chancen und mehreren brenzligen Situationen im
Thalfanger Strafraum den Sieg kurz vor Schluss auf dem Schlappen. Einmal ließ
Boughaba seinen Gegenspieler über die linke Grundlinie durchdringen, dessen
Querpass vors Tor konnte aber in letzter Instanz von Florian Schmidt bereinigt
werden, bevor er drei weitere freistehende Wittlicher Akteure erreichen konnte.
Bei der zweiten Möglichkeit fiel einem gegnerischen Angreifer nach einer Flanke
der Ball vor den Fuss. In diesem Fall parierten Torwart Vochtel und Libero
Frieder Krause beide Schussversuche, indem sie sich todesmutig in die
Schussbahn warfen.
Nach den Turbulenten Schlussminuten und
einer intensiven Partie trennten sich somit beide Mannschaften mit einem
gerechten torlosen Remis. Trotz dieses Punktgewinns gegen eine starke
Wittlicher Elf und einer deutlichen Steigerung zur Vorwoche, war den Gastgebern
nicht so recht zum Feiern zu Mute. Einerseits agierte man offensiv mit den
gleichen strukturellen und taktischen Unzulänglichkeiten wie zuletzt und
andererseits erzielte man daraus resultierend schon im zweiten Spiel
hintereinander kein Tor. Zwar macht sich die Rückkehr von Björn Fetzer positiv
bemerkbar, trotzdem fehlt momentan offensichtlich beim Spiel nach vorne die
mentale Frische und Abgeklärtheit. Allerdings ist die stabile Abwehrleistung im
defensiven Mittelfeld und in der Verteidigung positiv zu bewerten. Vor allem
der starke Auftritt von Hichem Boughaba und die Leistungssteigerung von Mathias
Paul vor einem gewohnt starken Kapitän Frieder Krause sorgten dafür, dass man die
Schwachstelle der Vorwoche hier beseitigen konnte und eine weiße Weste behielt.
Vielleicht kann die Durststrecke der
Sportfreunde, die man der jungen Elf auch zugestehen muss, mit zuletzt nur zwei
Punkten aus drei Spielen, zu einem befreiten und unverzagten Auftritt beim Tabellenführer in Laufeld führen,
um dort nach den bekanntlich sehr hoch hängenden Früchten zu greifen…
Torschützen:
-
Wir bedanken uns bei allen Fans, die
uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 8. November 2009, 14:30 Uhr: 12. Spieltag: Spfr. Thalfang -Tus Platten 0:2 (0:1) "Peinlicher Patzer gegen den Tabellenletzten!"
Aufstellung:
Favour Odigie
Florian Schmidt Dominik
Bialas (75. Peter Petry)
Max Pestemer Hichem Boughaba Thomas Probst (45. Björn Fetzer)
Simon Krause
Ole Oettel Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht:
Nach einer zweiwöchigen Pause wollten
die Sportfreunde im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TuS
Platten ihre Erfolgsserie mit zuletzt 7 Punkten aus drei Spielen fortsetzen.
Bezüglich der Personalplanung bereitete
Trainer Petry der verletzungsbedingte Ausfall von Regisseur Benedikt Hoff
Sorgen. Doch auch die übrige Startformation sollte einige Änderungen aufweisen.
Vor Torwart Vochtel kehrte Ole Oettel nach überstandener Rückenverletzung
zurück in die Manndeckung zusammen mit Frieder Krause und Mathias Paul. Simon
Krause sollte in einer offensiven Mittelfeldformation die Sechserposition
übernehmen, während über links Max Pestemer, über rechts Thomas Probst und
zentral der zuletzt starke Hichem Boughaba aufliefen. Die offensive Ausrichtung
zeigte sich auch im dreiköpfigen Sturmgespann mit Dominik Bialas, Florian
Schmidt und Wirbelwind Fivo Odige. Als Reserve standen Timo Schömer, Trainer Petry
selbst und erfreulicherweise Sturmtank Björn Fetzer zur Verfügung.
Die Rollenverteilung zwischen beiden
Teams war bei nasskaltem Wetter von Beginn an klar. Thalfang war der Favourit, bekam
vom Gegner die Rolle des Spielgestalters überlassen und erspielte sich auch
schnell ein sichtbares Übergewicht und die ersten Tormöglichkeiten, unter
anderem ein Schussversuch von Fivo Odige.
Trotz des guten Auftaktes, tat man sich
schon in der Anfangsphase schwer gegen die eng gestaffelte Defensive der Gäste.
Auch in der Folge blieb man am Drücker, wohingegen Platten sich auf aggressives
Defensivverhalten und Konter beschränkte.
Nach 15 Minuten hatte dann Florian
Schmidt die Führung auf dem Fuß. Kapitän Frieder Krause leitete selbst einen
Blitzangriff ein und legte im Sechzehner auf den freien Schmidt zurück. Dessen
Schuss war jedoch zu unplatziert.
Nachdem die erste halbe Stunde nichts
Ertragreiches einbrachte, machte sich langsam, aber sicher Nervosität breit,
gefolgt von einer unerklärlichen Lethargie. Dies zeigte sich zuerst in
unnötigen Abspielfehlern aus der Abwehr heraus, dann aber auch in mangelnder
Lauf- und Einsatzbereitschaft. Folglich kamen auch die bis dato so
zurückhaltenden Plattener zu ersten
Aktionen.
In der 31. Minute stellte dann die
Führung für die Gäste den Spielverlauf scheinbar auf den Kopf. Dieses Gegentor
war das Resultat mehrerer Fehler im Defensivverhalten. Erst ließ sich
Manndecker Mathias Paul an der rechten Grundlinie leichtfertig überspielen,
worauf die Flanke aber nochmals aus dem Strafraum geklärt werden konnte. Auf
der Gegenseite, am linken Sechzehnereck, beging dann Max Pestemer ein
fahrlässiges Foulspiel in aussichtsreicher Position für die Gäste. Zu guter
Letzt ließ auch noch Torwart Vochtel den absolut harmlosen Ball vor seine Füße
abklatschen, wo ein Plattener Stürmer nur noch abzustauben brauchte. Diese
Entwicklung des Spiels hatte sich minutenlang angedeutet und wurde nun zur
Realität.
Natürlich blieben die Sportfreunde auch
im Anschluss feldüberlegen, aber die herausgespielten Angriffe blieben in
letzter Konsequenz ungefährlich und damit wirkungslos. Obwohl beispielsweise
Hichem Boughaba versuchte das Offensivspiel anzukurbeln, fehlten immer wieder
Klarheit und Durchdachtheit im Passspiel, so dass viele Bälle durch Missverständnisse
und mangelndes Entgegenkommen verloren gingen. Diese entwickelten sich im
Abwehrbereich oft zu brenzligen Situationen, weil selten der erste Ball
konsequent, dafür aber im Nachfassen fehlerhaft oder dilettantisch per
Foulspiel verteidigt wurde. Gefährliche Angriffe über außen blieben ebenfalls
Mangelware, da rechts Thomas Probst und Florian Schmidt, sowie links Pestemer
und Bialas in Hälfte eins blass blieben.
Trotzdem erarbeitete man sich bis zur
Pause doch noch eine Chance, die die Bezeichnung hundertprozentig bei weitem
übertraf. Fivo Odige, der wie immer durch sein Engagement auffiel, wirbelte
Richtung rechter Strafraumecke und zog die Innenverteidigung auf sich. Die
Situation erkennend spielte er dann den Pass seines Lebens flach auf die linke
Seite, wo Dominik Bialas heraneilte. Dieser schmetterte den Ball jedoch aus
wenigen Metern über das Gebälk. Wahrscheinlich war diese Möglichkeit zum
Ausgleich für den "Mann der gewaltigen Tore" schlichtweg zu einfach.
Zur Halbzeit lag man damit denkbar ungünstig
gegen einen sich einigelnden Gegner zurück und hatte bis dahin große Probleme
die Last des Spielgestalters zu tragen. Nach einer guten Anfangsphase ließen
Selbstgefälligkeit und Fehleranfälligkeit einen tot geglaubten TuS Platten ins
Spiel kommen.
Nach der Pause und klaren Worten von
Seiten des Trainers legten die Sportfreunde in Durchgang zwei wieder zu. Der
für Thomas Probst eingewechselte Björn Fetzer gab mit einer Doppelchance im
gegnerischen Fünfer, einmal per Kopf und wenig später, herrlich von Bialas über
rechts vorbereitet, per Fuß, die Marschroute für die letzten 45 Minuten vor.
Doch das Spiel der Sportfreunde blieb
insgesamt zu ungefährlich und wenig zwingend. Zwar nahmen die Spielanteile und
das Bemühen der Akteure weiter zu, aber die geniale Idee und der entscheidende,
zündende Pass blieben aus. Oft verhedderte man sich in den Plattener
Abwehrreihen, spielte zu überhastet oder gute Ansätze im Spielaufbau
scheiterten unglücklich an positivem Unvermögen; sprich es lief ab dem
Sechzehner und in Tornähe wenig zusammen.
Florian Schmidt hatte nach gut einer
Stunde dann eine gute Möglichkeit, als er einen Freistoß von Mathias Paul per
Knie aufs Tor lenken konnte. Doch auch hier war der gute Gästekeeper auf dem
Posten.
Hatte man in der Offensive schon kein
Glück, so kam Pech in der Defensive hinzu. In der 70. Minute kamen die Plattener
mit einem ihrer höchstseltenen Angriffe mal wieder vor das Gehäuse von Peter
Vochtel und erstritten sich einen Eckstoß. Dieser konnte aus der Gefahrenzone
geklärt werden. Im Nachsetzen zeigte sich Thalfang wieder schläfrig beim
Herausrücken, so dass der Schuss eines gegnerischen Akteurs mit wenig
Geschwindigkeit, aber präzise ins rechte Toreck der Sportfreunde einschlug. An
diesem Gegentreffer hatte Torwart Vochtel dieses Mal keine Schuld, da er den
verdeckten Schuss erst ganz spät sehen konnte. Erneut nutzten die Gäste die
Nachlässigkeiten der Grünweißen gnadenlos aus und erzielten mit ihrer zweiten
Torchance das 0:2.
Von dieser Effizienz konnten die
Hausherren nur träumen. Trotz der teilweise umständlichen Spielweise kam man
zwar immer wieder zu Möglichkeiten, die aber nichts einbrachten. Im Anschluss
machte wieder Florian Schmidt einmal per Volleyschuss, der den Kasten knapp
verfehlte, und mit einer Flanke von der Grundlinie auf sich aufmerksam. Letztere
entstand sehenswert per Doppelpass mit Hichem Boughaba, wurde von Schmidt
jedoch hoch anstatt flach in den Fünfer gespielt und konnte daher vom Plattener
Schlussmann entschärft werden. Immerhin Boughaba, der hier als Vorbereiter
aufwartete, gelang es mit dem ein oder anderen klugen Pass, die offensichtliche
Mittellosigkeit zu verschleiern.
Das Spiel der Gäste blieb offensiv
ereignisarm; Motivation und Kampfgeist gegen eine fast schon hilflos wirkende
Thalfanger Mannschaft stiegen jedoch mit jedem gewonnenen Zweikampf. Mit
zunehmender Spieldauer witterte der Tabellenletzte die Chance auf einen Erfolg
und den Angstschweiß der Hausherren, die verzweifelt die sich anbahnende
Niederlage abzuwenden versuchten.
In
der Schlussviertelstunde wechselte sich Peter Petry für Dominik Bialas ein,
konnte dem Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben. Letztendlich
hatte der gute Unparteiische Nazaire Tell ein Einsehen mit den Sportfreunden,
die auch zwei Stunden später kein Tor erzielt hätten, und beendete die
Begegnung mit seinem Schlusspfiff.
Schließlich
verlor man diese Begegnung verdient mit 0:2 gegen einen unterlegenen Gegner.
Insgesamt bot man einfach zu wenig an, ließ die notwendige Konsequenz vermissen
und machte in der Abwehr entscheidende Fehler. Erneut tat sich die Petry-Elf
schwer, mit dem notwendigen Druck umzugehen und gegen einen schwachen Gegner
das Spiel zu gestalten. Trotz Bemühens fanden die Akteure keine klare Linie,
spielten zu unorganisiert und durchsichtig und hinkten bei dem heute peinlichen
Auftritt den, in sie gesetzten, Ansprüchen hinterher. Mit dem Bewusstsein, den
Anhängern eine schwache Leistung gezeigt zu haben, sollte man das nächste Spiel
deutlich positiver gestalten.
Torschützen: -
Wir bedanken uns bei allen Fans, die
uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 25. Oktober 2009, 14:30 Uhr: 11. Spieltag: SG Traben-Trarbach - Spfr. Thalfang 1:1 (0:0) "Schmidt-Treffer sichert Punkt beim Aufsteiger!"
Aufstellung:
Favour Odigie Dominik
Bialas (70. Daniel Wendorff)
Florian Schmidt Benedikt Hoff Max Pestemer Thomas Probst Hichem Boughaba (75. Peter Petry)
Simon Krause Mathias Paul
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Am
11. Spieltag ging es für die zuletzt so erfolgreichen Thalfanger
nach Traben-Trarbach zu einem echten Überraschungsgegner. So konnte
sich der Aufsteiger nach überragendem Saisonstart mit nunmehr 20
Punkten auf dem dritten Tabellenplatz positionieren. Trotzdem reisten
die Sportfreunde mit breiter Brust an die Mosel und dem festen
Vorhaben, hier etwas Zählbares mitzunehmen.
Bei
der Startaufstellung trieben die angeschlagenen Florian Schmidt und
Fivo Odigie, sowie die Ausfälle von Jonas Grigo, Kim Klein und
weiterhin Ole Oettel, dem Trainer Sorgenfalten ins Gesicht.
Allerdings konnten zumindest die erstgenannten Angreifer nach dem
Aufwärmen Entwarnung signalisieren und auflaufen. In der Defensive
kehrte Urlauber Mathias Paul zurück auf die Manndeckerposition.
Ansonsten vertraute Trainer Petry wieder der
Fünfer-Mittelfeldformation um Florian Schmidt, Thomas Probst,
Benedikt Hoff, Hichem Boughaba und rechts Max Pestemer, sowie dem
Angriffsduo Bialas und Odige.
Obwohl
mit den ambitionierten Teams ein spannendes Spiel zu erwarten war,
wurden alle Hoffnungen auf eine spielerisch gute Begegnung im
Vorhinein zunichte gemacht. Denn der Rasenplatz in Trarbach
präsentierte sich in einem desolaten Zustand und glich aufgeweicht
und umgewühlt somit eher einem Truppenübungsplatz.
Dementsprechend
bot sich den zahlreichen mitgereisten Thalfanger Anhänger zwar ein
jederzeit spannendes, aber von Beginn an dürftiges A-Klasse Spiel.
Der Aufsteiger schien den besseren Start ins Spiel zu finden und
spielte aggressiv und druckvoll nach vorne. Doch die Gäste agierten
überlegt, ließen die Angriffe auf sich zu rollen, um die eroberten
Bälle dann schnell nach vorne zu spielen. Wie in den Vorwochen
konnte man sich dabei auf ein kampfstarkes Mittelfeld und eine solide
Verteidigung verlassen.
Schon
in den ersten Spielminuten kam es zum ersten Aufreger. Einen langen
Ball auf Fivo Odige konnte der herauseilende Torwart der Gastgeber
weit außerhalb des Strafraumes nur mit der Hand abwehren. Der
Schiedsrichter ließ in dieser frühen Phase die nötige Konsequenz
vermissen und die Aktion unverständlicher Weise ungeahnt.
Im
Anschluss blieb die Begegnung arm an Höhepunkten, da aufgrund der
Platzverhältnisse kein Spiel über mehrere Stationen aufkam.
Folglich kam es auf beiden Seiten zu zahlreichen Fehlern bei der
Ballannahme und im Passspiel, was den Spielfluss insgesamt hemmte.
Darüber hinaus erkannten beide Teams die Notwendigkeit einer harten
Spielweise und gingen entsprechend aggressiv zu Werke.
Nach
zwei harmlosen Distanzschüssen der Moselaner kamen dann die
Sportfreunde zu ihrer ersten Möglichkeit. Thomas Probst, der gut in
die Partie kam, setzte mit einem schnelle Pass Dominik Bialas über
die linke Seite ein. Dieser drang in den Sechzehner vor, um dann mit
Auge auf den zentral heraneilenden Benedikt Hoff abzulegen. Der
Mittelfeldregisseur scheiterte aber aus kurzer Distanz am
gegnerischen Keeper, der dieses Mal fair klärte.
Auf diese und
ähnliche Weise eingeleitete Spielzüge über mehrere Stationen
blieben eine Rarität und gelangen wenn dann den Sportfreunden. Doch
auch die Gastgeber aus Trarbach spielten druckvoll und hatten immer
wieder Aktionen, die ebenso wie auf der Gegenseite, aus den Fehlern
des Gegners im Spielaufbau entstanden, aber kaum für Torgefahr
sorgten.
Diese
hatten kurz vor der Pause erneut eine gute Möglichkeit in Führung
zu gehen. Nach guter Kombination flankt Benedikt Hoff von rechts den
Ball scharf in den Torraum, wo der mitgelaufene Kapitän Frieder
Krause jedoch zu hoch über den Kasten abschloss.
Zur
Halbzeit trennten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe verdient mit
0:0 in einer mäßigen Partie, die von harten Zweikämpfen,
zahlreichen Fehlern und wenig spielerischem Glanz lebte. Die
Sportfreunde hielten gegen einen heimstarken, körperbetont
spielenden Gegner bisher gut dagegen und hatte sogar die etwas
besseren Torchancen.
Auch
nach der Halbzeitpause blieb das Spiel wie die Platzverhältnisse:
nämlich schlecht.
Es
blieb ausgeglichen und nur ganz selten kam es zu längeren
Ballpassagen oder Torraumszenen.
Doch
nach 62 Minuten konnten sich die Grünweißen den ersten Vorteil
beschaffen. An der rechten Außenbahn steckte Hichem Boughaba den
Ball zwischen zwei Gegenspielern hindurch auf Max Pestemer. Dieser
nahm geschickt das Tempo heraus, um dann von der Grundlinie aus vor
das Tor zu flanken. Hier lauerte der linke Außenläufer Florian
Schmidt um die Flanke sehenswert auf das Tor zu köpfen. Aus kurzer
Distanz konnte der Trarbacher Goalie den Kopfball nicht mehr
abwehren, so dass die Gäste nach gut einer Stunde nicht unverdient
mit 0:1 in Führung gingen. Die beteiligten dieses Angriffs, hatten
ebenso wie die anderen Offensivspieler heute große Probleme mit der
Spielgestaltung. Gerade die technisch versierteren Akteure hatte auf
dem schlüpfigen Geläuf buchstäblich einen „schweren Stand“.
Die
Führung verlieh den Sportfreunden jedoch keine Flügel (was bei dem
Untergrund sicherlich nutzvoll gewesen wäre). Im Gegenteil bekam man
jetzt größere Probleme mit dem intensiver nach vorne spielenden
Gegner. Als Folge wurde man immer weiter hinten rein gedrückt und
hatte Schwierigkeiten sich zu befreien. Die Verteidigung um Libero
Frieder Krause hielt allerdings noch das Schlimmste vom eigenen
Kasten weg.
Im
Anschluss wurden Dominik Bialas und Thomas Probst, die nach
ansprechender erster Halbzeit merklich abbauten, von Daniel Wendorff
und Trainer Petry selbst ersetzt. Ersterer besetzte die linke Seite,
von wo der Torschütze Schmidt ins Angriffszentrum wechselte.
Trotz
der Einwechslungen schaffte man es in der Schlussviertelstunde kaum,
den energisch anrennenden Gastgebern beizukommen, dessen Vorstöße
und Flanken immer mehr Gefahr im Sechzehner von Peter Vochtel
heraufbeschworen.
Nach
einer ganzen Serie von Eckstößen der Trarbacher war es in
Spielminute 80 dann so weit. Ein weitere Flanke fand endlich einen
freien Mitspieler, der im Getümmel den Ball zwischen Torwart Vochtel
und dem am Pfosten postierten Max Pestemer hindurchschob. Trotz der
bis dato soliden Defensivleistung höhlte der stete Tropfen
schließlich den Stein, was zum 1:1 Ausgleich führte.
Bis
zum Abpfiff gelang beiden Mannschaften nichts weiter bemerkenswertes,
so dass man sich nach 90 intensiven Minuten mit einem Unentschieden
zufrieden geben musste.
Über
die ganze Partie gesehen konnten die Petry-Elf mit diesem Punkt auf
fremdem Platz durchaus zufrieden sein. Man hielt damit nicht nur
einem kampfstarken Gegner und einem kaum zu bespielenden Rasenplatz
stand, sondern konnte mit dem 7. Punkt aus den letzten drei Spielen
und lediglich zwei Gegentoren an die starken Auftritte der Vorwochen
anknüpfen. Schlüssel zum Punktgewinn waren erneut eine starke und
weitgehend fehlerfreie Manndeckung in Kombination mit einem
zweikampfstarken Mittelfeld und einer konsequenten Offensive.
Angesichts der Schlussoffensive hatten sich auch die Gastgeber einen
Zähler verdient. Leider machte der Trarbacher Platz einem
ahnsehnlicheren Spiel mit gut herausgespielten Torchancen auf beiden
Seiten einen entscheidenden Strich durch die Rechnung.
Zu
loben war auch die Leistung des Unparteiischen, der trotz seines
anfänglichen Aussetzers, die Begegnung anschließend trotz rauer
Zweikämpfe, vieler Fouls und Nickligkeiten gut im Griff hatte.
Da
am kommmenden Wochenende die Sportfreunde spielfrei haben, bleibt
Zeit weiter zu arbeiten um die anschließenden schweren Spiele bis in
den Winter hinein erfolgreich zu gestalten.
Torschützen: 0:1
Florian Schmidt
Wir
bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt
haben!
Sonntag, 18. Oktober 2009, 14:30 Uhr: 10. Spieltag: Spfr. Thalfang - SG Binsfeld 1:0 (1:0) "Bialas-Tor trifft Favorit ins Herz!"
Aufstellung:
Favour Odigie Dominik
Bialas (85. Timo Schömer)
Florian Schmidt Benedikt Hoff Max Pestemer (80. Peter Petry)
Thomas Probst Hichem Boughaba (75. Marco Schömer)
Jonas Grigo Simon Krause
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Holten
die Sportfreunde vor drei Wochen noch einen Punkt beim damaligen
Tabellenführer SV Gonzerath, so empfing man am 10. Spieltag mit der
SG Binsfeld den nächsten Erstplazierten der A-Klasse. Auf der einen
Seite verdeutlicht dies die Ausgeglichenheit dieser Liga, in der
jeder jeden zu schlagen vermag, und auf der anderen Seite zeigte die
gegenwärtige Tabellensituation, dass sich die schon vor der Saison
als Meisterschaftsanwärter gehandelten Binsfelder langsam an der
Spitze zu etablieren versuchten. Aufgrund seiner Spielstärke und der
stärksten Offensive der Klasse hatte die Petry-Truppe nach dem
Auswärtssieg in Reil mit dem heutigen Gegner somit einen noch
schwereren Brocken vor sich.
Für
die Grünweißen trugen insgesamt 10 von 11 Akteuren der Vorwoche das
Trikot wieder auf den Platz. Die auffälligste Umstellung fand in der
Abwehr statt, wo Jonas Grigo für Urlauber Mathias Paul auflief. Er
sollte neben dem den zuletzt starken Krause-Brüdern verteidigen,
wobei Simon Krause wie am letzten Spieltag den wohl länger
verletzten Ole Oettel ersetzte. Im Mittelfeld sollte wieder eine
Fünferformation um die Achse Hichem Boughaba und Benedikt Hoff dem
gegnerischen Spiel die Luft abwürgen und im Angriff die formstarken
Dominik Bialas und Fivo Odige für Torgefahr sorgen.
Kim Klein musste seine Einsatz aufgrund von Leistenbeschwerden beim Aufwärmen absagen.
Schon
wenige Minuten nach dem Anpfiff stellte sich das erwartete Spiel ein:
Binsfeld war spielerisch und technisch überlegen und machte das
Spiel. Die Sportfreunde standen tief und hielten mit Kampf und
Laufbereitschaft dagegen. Zwei erste gute Schussmöglichkeiten der
Gäste überflogen jedoch zunächst das Tor von Peter Vochtel.
Trotzdem
zeigte sich Thalfang im Anschluss bemüht in der Offensive Aktionen
zu entwickeln. Wenige Ballstafetten und sicheres Passspiel, aber
immer wieder lange Bälle in die Schnittstelle der gegnerischen
Abwehr sorgten aber nur im Ansatz für Gefahr.
In
der 12. Minute zeigte Angreifer Bialas seinem Kollegen Odige, der in
mehreren Laufduelle gegen seinen aggressiven Verteidiger bisher den
kürzeren zog, wie man es besser machte. An der linken Strafraumecke
vernaschte er zunächst seinen Gegenspieler mit einem feinen Hacken,
um dann mit explosivem Antritt diagonal in den Sechzehner zu stürmen.
Als alle Verteidiger mit einem Querpass rechneten, packte Bialas
seinen gefürchteten Vollspann aus und wuchtete die Kugel unhaltbar
in den langen Torwinkel. Wie in der Vorwoche sorgte der Thalfanger
Dampfhammer mit einem sehenswerten Treffer für eine angenehm frühe
Führung.
Doch
der Tabellenführer reagierte nicht wie Reil konzeptlos oder fand
nicht die passenden Mittel, sondern zog das Spiel weiterhin gekonnt
bis zum Thalfanger Strafraum auf, um dann mit technischer Finesse und
gepflegtem Kurzpassspiel immer wieder die treffsicheren Angreifer ins
Spiel zu bringen.
Die
Hausherren fanden in dieser Phase selten die richtige Antwort.
Anstatt das Spiel geschickt eng zu machen und das Binsfelder
Passspiel im Ansatz aggressiv zu unterbinden, kam man im Mittelfeld
oft einen Schritt zu spät und lief Ball und Gegner zeitweis
hinterher. Weitere gut herausgespielte Torchancen konnten allerdings
von einer Innenverteidigung, die immer besser ins Spiel fand und
Torwart Vochtel in letzter Instanz entschäft werden.
Die
immer drückendere Überlegenheit der Gäste führte dann zu den wohl
besten Tormöglichkeiten. Ein elegant durchgesteckter Ball des
Binsfelder Spielmachers wurde vom Außenstürmer flach und scharf
vors Tor gebracht, wo jedoch der völlig frei stehende Angreifer den
Ball aus nur zwei Metern physikalisch unmöglich über die Latte
bugsierte. Wenig später ließ ein Flachschuss an den linken Pfosten
den Atem der Thalfanger Anhänger stocken.
Es
gelang Thalfang nicht sich spielerisch länger aus dem
Belagerungszustand zu befreien, was unter anderem auch daran lag,
dass die nominellen Außen Florian Schmidt links und Max Pestemer
rechts Mühe hatten ins Spiel zu kommen. Schmidt fand oft in seinem
technisch versierten Gegenspieler seinen Meister, gegen den er
defensiv immer wieder verteidigen musste und Pestemer stand mit einer
Gelben Karte schon früh hoch in der Gunst des oft unsicheren
Unparteiischen.
Erst
zum Ende des ersten Durchgangs stabilisierte sich dann die
Heimmannschaft wieder. Ausgangspunkt bildete der erneute Auftritt von
Dominik Bialas, der sich ähnlich wie beim 1:0 in Szene setzte,
diesmal den Ball aber an die Latte setzte. Bis zur Pause gelang es
weitere große Gelegenheiten für Binsfeld zu verhindern.
Nach
dem frühen Tor ließ die Petry-Elf die Zügel gegen eine spielstarke
Binsfelder Mannschaft schleifen, so dass man zur Pause recht
schmeichelhaft noch in Führung lag. Der Gegner wurde seiner
Favoritenrolle in Spielanlage und -anteilen gerecht, ließ im
Abschluss aber die Konzentration vermissen.
Nach
der Pause bot sich das gleiche Bild. Binsfeld rannte auf das
Thalfanger Tor an, hatte immer wieder Chancen, die allerdings nichts
einbrachten. Sowohl in der Luft, als auch am Boden nahm die
Defensivabteilung der Grünweißen jeden Zweikampf an und brachte den
Favoriten schier zur Verzweiflung. Im Übrigen schlug sich die
Binsfelder Überlegenheit nicht in Einbahnstraßenfußball wieder,
sondern auch Thalfang blieb bei mehreren Kontern brandgefährlich.
Die
Partie blieb aus zwei Gründen spannend. Einerseits versäumten es
die Sportfreunde bei einem der zahlreichen Nadelstiche den Sack
zuzumachen. Sowohl Fivo Odigie, der allein vor dem Tor von Florian
Schmdit angespielt wurde, aber zu zögerlich in die Arme des Torwarts
abschloss, als auch ein Kopfball von Kapitän Frieder Krause und ein
Volleyschuss von Florian Schmidt aus kurzer Distanz scheiterten am
gut aufgelegten Gästetorwart.
Andererseits
zeigten sich die Binsfelder bei ihren Abschlüssen zu unkonzentriert
und zu wenig zwingend. Darüberhinaus wirkten sie gegen eine
zweikampfstarke Defensive der Hausherren manchmal zu verspielt und
erregten durch rüden Umgang innerhalb der eigenen Mannschaft und
gegen den Gegner negatives Aufsehen beim Publikum.
Eine
Gelbrote Karte auf jeder Seite wegen wiederholten Foulspiels (bei den
Grünweißen war unglücklicherweise der junge Max Pestemer
betroffen) und ein zweifelhaftes Abseitstor der Gäste, das der
durchschnittliche Schiedsrichter nicht gab, bildeten weitere
imposante Höhepunkte in der zwischendurch hektischen Begegnung.
Gegen
Ende des zweiten Durchgangs kamen nacheinander Marco Schömer, Peter
Petry und Timo Schömer, der im übrigen seinen ersten Einsatz nach
langer Knieverletzung hatte, in die Partie und fügten sich nahtlos
in die Mannschaftsleistung ein.
In
einer turbulenten Schlussphase hatte Binsfeld dann gleich mehrmals
hochkarätige Chancen auf den Ausgleich. Einmal krätsche Thomas
Probst den Ball ultimativ aus der Gefahrenzone, ein anderes Mal
verkürzte Keeper Vochtel den Winkel für den heraneilenden Stürmer
geschickt und drängte denselben ab. Alles in allem reichte es für
den Tabellenführer jedoch trotz Bemühen bis zum Abpfiff nicht für
den Ausgleich.
Auch
in der heutigen Partie zeichneten taktische Disziplin, herzhafte
Einsatzbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit die
Sportfreunde aus. Mit dem mutigen Auftritt gegen den Spitzenreiter
hatte man sich nach einem packenden Match letztlich auch das durchaus
notwendige Glück zum Sieg verdient. Herausragend agierten in der
Defensivschlacht die Verteidigung um die Krauses und Grigo, die
allesamt keinen Zweikampf scheuten und die Null hielten. Auch
Mittelfeld und Angriff zeigten, trotz ihres schweren Standes heute,
lobenswerten Einsatz, bildeten oft die erste Abwehrreihe und setzten
entlastende Nadelstiche. Die sicher nicht zu erwarten gewesenen drei
Punkte kann man in Thalfang nach dem Motto „spare in der Zeit, dann
hast du in der Not“ sicherlich gut gebrauchen.
Torschützen: 1:0
Dominik Bialas
Wir
bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt
haben!
Sonntag, 11. Oktober 2009, 14:30 Uhr: 9. Spieltag: SG Reil - Spfr. Thalfang 1:3 (1:1) "Taktische Überlegenheit führt zum Sieg auf Asche!"
Aufstellung:
Favour Odigie Dominik
Bialas (85. Timo Klein)
Florian Schmidt Benedikt Hoff Max Pestemer
Thomas Probst Hichem Boughaba (53. Kim Klein) (66. Marco Schömer)
Mathias Paul Simon Krause
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Am
9. Spieltag waren die Sportfreunde nach der schwachen Heimpleite
gegen Niederemmel im Auswärtsspiel bei der SG Reil auf
Wiedergutmachung aus. Dabei sind die Moselaner ein schwerer Gegner,
der auf seine langjährige A-Klasse-Erfahrung baut und andererseits
auf seinem Hartplatz in Reil von einer starke Defensive profitiert.
Trotzdem konnte man in der vergangenen Spielzeit in Reil ein 0:0 und
im Rückspiel sogar einen 1:0 Sieg abtrotzen.
Bei
der Mannschaftsaufstellung musste man nicht nur auf den verletzten
Ole Oettel (Rückenprobleme) verzichten, sondern auch Trainer Peter
Petry war urlaubsbedingt verhindert. Stattdessen sollten Capitano
Frieder Krause auf und Timo Schömer neben dem Platz die Geschicke
des Teams leiten. Für Oettel rückte Simon Krause auf die
Manndeckerposition neben seinen Bruder und Mathias Paul. Im
Mittelfeld sollte eine kampfstarke Fünferformation den Angriffen des
Gegners trotzen. Von links nach rechts spielten Florian Schmidt,
Thomas Probst, Benedikt Hoff, Hichem Boughaba und vorgezogen Max
Pestemer. Mit Hichem Boughaba stand den Sportfreunden am heutigen
Spieltag ein erfahrener, technisch versierter Mittelfeldakteur zur
Verfügung. Auf der Ersatzbank nahmen Kim Klein, Marco Schömer,
Daniel Wendorff und Rückkehrer Timo Klein Platz.
Bei
herbstlichem Regenwetter auf schmieriger Asche kamen die Gäste von
Anfang an gut in die Partie. Mittelfeld und Abwehr standen eng beim
Mann und gewannen erste entscheidende Zweikämpfe.
In
der 5. Spielminute eroberte Thomas Probst am Mittelkreis das Leder,
schaltete schnell und stetzte per Heber den von links kreuzenden
Dominik Bialas ein. Dieser schloss nach kurzer Ballmitnahme
unwiderstehlich mit dem linken Fuss ab, sodass der Ball aus 18 Metern
und sehenswerter Flugbahn im rechten Torwinkel landete. Dieses
typische „Bialas-Tor“, nach dem Motto „Alles oder nichts!“
versetzte die Grünweißen schon nach wenigen Minuten in die bequeme
Lage einer 0:1-Auswärtsführung.
Im
Anschluss waren die Hausherren gefordert, ihre Bemühungen verebbten
jedoch im gut gestaffelten Thalfanger Defensivverbund. Nur selten
stieß Reil in den Strafraum vor und kam noch seltener zu
Abschlüssen. Die Petry-Elf verließ sich nicht auf ihre
Defensivstärke, sondern kreierte weiter Aktionen nach vorne. Dominik
Bialas per Freistoß und Frieder Krause per Kopfball vergaben gute
Tormöglichkeiten.
In
der 22. Minute leistete sich die Reiler Viererkette erneut einen
Aussetzer. Der in die Schnittstelle stürmende Florian Schmidt fing
einen nachlässigen Querpass ab und legte selbstlos auf Fivo Odigie
ab. Dieser scheiterte allerdings aus kurzer Entfernung am
herausgeeilten Torwart.
Nach
einer halben Stunde intensivierten die Gastgeber ihr Spiel nach vorne
deutlich und erzwangen sich durch die aggressivere Spielweise ein
Übergewicht im Mittelfeld. Zwei gute Schusschancen verfehlten den
Kasten von Peter Vochtel zunächst.
In
dieser Phase gelang den Sportfreunden keine Befreiung von hinten
heraus und man bettelte um den Ausgleich.
Die
logische Konsequenz folgte in der 35. Minute. Ein Klärungsversuch
von Libero Frieder Krause landete in den gegnerischen Reihen. Im
entstehenden Chaos im Thalfanger Sechzehner zeigten sich die Reiler
mehrmals gedankenschneller und Verteidiger Simon Krause versuchte in
letzter Instanz mit langem Bein den Torschuss eines Stürmers zu
verhindern. Dieser nahm das Geschenk dankbar an und ließ sich über
das gestreckte Bein fallen, so dass der Unparteiische zu einem nicht
unberechtigten Strafstoß pfiff. Diesen verwandelte ein Reiler
Spieler, indem er Torwart Peter Vochtel gekonnt verlud.
Trotz
des Ausgleichs stabilisierten sich die Hochwälder schnell wieder und
konnten bis zum Halbzeitpfiff das Spielgeschehen vom eigenen Gehäuse
fern halten. Nach einer sehr engagierten und kämpferischen ersten
halben Stunde, schaltete man vor der Halbzeit einen Gang zurück und
fing sich den nicht unverdienten Ausgleichstreffer ein.
In
Durchgang Zwei gelang es schnell an den Beginn der ersten Hälfte
anzuknüpfen. Thalfang agierte überaus klever, ließ die
Heimmannschaft das Spiel in der eigenen Hälfte aufbauen, um dann ab
der Mittellinie die Räume schnell eng zu machen und mit Zweikämpfen
die Bälle zu erobern. Wie schon in den ersten 45 Minuten standen
defensiv Florian Schmidt links und Hichem Boughaba rechts sehr gut
gegen ihre Gegenspieler, während Benedikt Hoff und Max Pestemer die
Offensive ankurbelten. Letztere tat sich als kleiner Techniker
allerdings schwer gegen die kampfstarke Reiler Hintermannschaft und
rieb sich oft auf.
Nach
einer Stunde kam Kim Klein für den heute soliden Thomas Probst in
die Partie und übernahm die Postiton im rechten Mittelfeld.
Tormöglichkeiten
blieben zunächst Mangelware, da Reil nicht durch die Thalfanger
Reihen kam und die Gäste offensiv noch auf die entscheidenden
Kontergelegenheiten lauerten. Eine solche Gelegenheit bot sich
Florian Schmidt nach gut einer Stunde. Ein langer Ball von Frieder
Krause passierte eine Schnittstelle in der Viererkette der Moselaner.
Der schnelle Florian Schmidt startete erneut durch und profitierte
vom mangelhaften Defensivverhalten der Reiler. Ungehindert stieß
Schmidt mit der Kugel in den Sechzehner vor und krönte seinen
Spitzbubenstreich mit einem Beinschuss beim Torwart und dem 1:2 für
Thalfang.
Reil
blieb im Anschluss die spielerisch etwas stärkere Mannschaft, kam
aber weiterhin nicht zu Tormöglichkeiten. Immer wieder fanden die
Angriffsbemühungen ihren Meister in Libero Frieder Krause, an dem
heute kein Vorbeikommen möglich schien.
In
der 66. Minute verließ Hichem Boughaba nach starker Leistung und
unter Beifall das Spielgeschehen. Für ihn wurde Marco Schömer
eingewechselt.
Wenig
später versetzte Libero Frieder Krause den Moselanern dann den
Todesstoss und wuchtete eine Ecke von Max Pestemer per Kopf in die
Reiler Maschen. Mit der frühzeitigen Entscheidung sorgten die
Sportfreunde vor, denn das Thalfanger Mittelfeld baute nach den
Auswechslungen und mit dem zunehmend angeschlagenen Benedikt Hoff
sichtbar ab. Trotzdem schaffte es Reil, das jetzt alles nach vorne
warf, um die Heimpleite abzuwenden, nicht, aus der Überlegenheit im
Mittelfeld etwas Zählbares zu gewinnen. Ganz im Gegenteil musste
Torwart Vochtel auch bei den jetzt häufigeren brenzligen Situationen
im Strafraum selten eingreifen.
Kurz
vor Abpfiff feierte auch Timo Klein, der für den heute ebenfalls
verbesserten und auch defensiv aktiven Dominik Bialas kam, sein
Comeback bei der ersten Mannschaft, die wenige Minuten später den
hochverdienten Auswärtsdreier bejubeln konnte.
Am
heutigen Spieltag besiegte man einen unangenehmen Gegner nicht durch
mehr Spielanteil oder spielerische Überlegenheit, sondern aufgrund
der taktischen Disziplin und der klügeren Spielanlage. Auf engem und
rutschigem Platz überzeugte vor allem die zuletzt anfällige
Defensiveabteilung um Kapitän Frieder Krause. Darüberhinaus zeigte
sich das Mittelfeld, in dem sich auch die Offensivspieler nicht vor
dreckiger Abwehrarbeit scheuten, stark formverbessert. Trotz der
Abwesenheit des Trainers gaben heute die geschlossene
Mannschaftsleistung und der wiedergewonnene Kampf- und Siegeswillen
den Ausschlag für den Sieg über eine Reiler Mannschaft, die
offensiv keine Mittel fand und sich defensiv mit ihrer Viererkette
mehr als anfällig zeigte.
Kommende
Woche wird eine weitere Steigerung vonnöten sein, um auch gegen den
neuen Tabellenführer und Meisterschaftsanwärter Binsfeld daheim
bestehen zu können.
Sonntag, 04. Oktober 2009, 14:30 Uhr: 8. Spieltag: Spfr. Thalfang - SV Niederemmel 2:3 (0:1) "Auf dem Boden der Tatsachen!"
Aufstellung:
Favour Odigie Dominik
Bialas
Florian Schmidt Benedikt Hoff Max Pestemer (75. Marco Schömer)
Simon Krause Jonas Grigo (60. Kim Klein)
Mathias Paul Ole Oettel (45. Thomas Probst)
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Mit
7 Punkten aus zuletzt drei Spielen zeigten sich die Sportfreunde am
heutigen Spieltag optimistisch auch im Heimspiel gegen den SV
Niederemmel punkten und sich weiter im oberen Mittelfeld etablieren
zu können. Mit dem Bezirksligaabsteiger stand ein schwer
einzuschätzender Gegner auf dem Programm, denn die Moselaner blieben
in der bisherigen Spielzeit hinter den Erwartungen zurück.
Trainer
Petry setzte weiter auf Konstanz, wollte jedoch mit einem
gestaffelten Fünfermittelfeld nicht allzu offensiv agieren. In
dieser zentralen Formation übernahm Jonas Grigo mit Simon Krause den
defensiven Part, wohingegen Florian Schmidt über links, Max Pestemer
über rechts und Benedikt Hoff als Spielmacher agieren sollten.
Letzterer musste allerdings ebenso wie der zuletzt starke Verteidiger
Ole Oettel angeschlagen mit Rückenschmerzen in die Partie gehen.
Obwohl
man sich dieses Mal vorgenommen hatte, von Beginn an auch in Halbzeit
eins mit der nötigen Entschlossenheit zu agieren, um nicht wie in
den letzten Begegnungen einer schwachen ersten Hälfte
hinterherzurennen, kamen die Hausherren auch gegen Niederemmel nur
schwer in die Partie. Oft stand man zu tief in der eigenen Hälfte
und das Spiel aus den eigenen Reihen heraus in die Spitze gelang nur
sporadisch.
In
der 10. Minute brach Florian Schmitt über die linke Seite durch und
seine scharfe, halbhohe Flanke verfehlte die Fußspitze von Fivo
Odigie, der im gegnerischen Strafraum lauerte nur knapp. Solche
Aktionen blieben im weiteren Verlauf die Ausnahme.
Gegen
Ende einer ereignisarmen Halbzeit kam den der Gast ins Spiel und
intensivierte sein Angriffsspiel. Thalfang ließ in dieser Phase
enges, konsequentes Deckungsspiel in Mittelfeld und Abwehr vermissen
und auch der böhige Gegenwind verhinderte eine Befreiung aus der
zunehmenden Umklammerung durch lange Bälle.
Obwohl
man bisher keine hochkarätigen Chancen zuließ, kamen die Gäste
kurz vor dem Pausenpfiff doch zur 0:1 Führung. Nach einem
Ballverlust von Ole Oettel in der eigenen Hälfte, stieß ein Emmler
Angreifer über die rechte Grundlinie in den Strafraum vor. Sein
eigentlich kläglicher Flachschuss rutschte Tormann Peter Vochtel
zwischen den Beinen hindurch in die Maschen.
Die
viel zu häufigen individuellen Fehler und Ballverluste führten so
zwangsweise zum Rückstand gegen eine keineswegs überzeugende
Mannschaft aus Niederemmel. Darüber hinaus fehlte die notwendige
Entlastung durch die Offensive, da sich hier ohne Laufbereitschaft
und Einsatz zu wenig angeboten wurde und die Thalfanger
Ballstaffetten in den aggressiveren Reihen der Moselaner verebbten.
Die
Halbzeitpause brachte einen weiteren Rückschlag, denn Ole Oettel
musste verletzt durch Thomas Probst ersetzt werden. Simon Krause
rückte auf die Manndeckerposition und der neue Mann ins Mittelfeld.
Die
in den letzten Wochen immer im zweiten Durchgang einsetzende Reaktion
der Grünweißen blieb nach dem Wiederanpfiff jedoch dieses Mal aus
und das Spiel der Hausherren verbesserte sich trotz jetzt besserer
Windverhältnisse kaum. Eine große Chance zum Ausgleich ließ
Benedikt Hoff aus, dessen technisch sehenswerter Seitfallzieher nach
Vorarbeit von Fivo Odigie seinen Meister im linken Torpfosten fand.
Immerhin
gelang nach einem Foul im Sechzehner und dem souverän verwandelten
Strafstoß von Florian Schmidt der Ausgleich.
Nach
einer Stunde musste Trainer Petry die Aufstellung erneut
durcheinanderwerfen, da Jonas Grigo ebenfalls angeschlagen durch Kim
Klein ersetzt werden musste. Der heute fleißige Max Pestemer rückte
auf links, Florian Schmidt in den Sturm und dafür schwache
Dominik Bialas auf die rechte Seite.
Aber
das Defensivspiel blieb im Folgenden sehr fehlerhaft. Zu oft wurden
Kopfballduelle nicht angenommen, lange Bälle unterlaufen oder man
ließ sich amateurhaft überspielen. Auch beim 1:2 der Gäste wurde
erst im Mittelfeld das gegnerische Spiel nicht gestört und dann
verlor Mathias Paul beim Rausrücken auch noch seinen Gegenspieler
aus den Augen. Dieser bekam im Thalfanger Sechzehner völlig
freistehend den Ball und schob die Kugel aus kurzer Distanz ins lange
Eck.
Danach
erhöhte die Petry-Elf zwar ihre Bemühungen, aber das Angriffsspiel
blieb Stückwerk und wenig durchdacht. Max Pestemer und Fivo Odigie
zeigten sich sehr engagiert; allerdings der Ruck ging keineswegs
durch die ganze Mannschaft und mit dem unter Schmerzen spielenden
Benedikt Hoff fiel die Kreativabteilung und die Seele des Thalfanger
Spiels schlichtweg aus.
Da
auch Niederemmel wenig in das Spiel investierte, blieben die
Gastgeber aber im Spiel. Nach einer Ecke von Max Pestemer war Libero
Frieder Krause per Kopf zur Stelle und verwandelte zum erneuten
Ausgleich zum 2:2.
Auch
Benedikt Hoff konnte dann nicht weiter spielen und mit Marco Schömer
vollzog sich in der 75. Minute die dritte Auswechslung. Die
zahlreichen Umstellungen und Ausfälle wirkten sich ebenfalls negativ
auf das Spielgeschehen aus. Nach vorne blieb man harmlos und hinten
fehlten bei den Kontern der Gäste Zuordnung und das schnelle
Umschalten. Ein solcher Konter passierte ungehindert das Thalfanger
Mittelfeld und eine perfekte Flanke aus dem linken Halbfeld überwand
Manndecker Simon Krause. Dessen Gegenspieler profitierte vom
zögerlichen Rausrücken des Torhüters und verwandelte gekonnte per
Direktabnahme zum 2:3 für die Moselaner.
Kurz
vor Schluss bekam man dann doch noch gute Tormöglichkeiten, doch
sowohl Max Pestemer, der den Ball aus wenigen Metern nur übers
Quergebälk bugsierte, als auch Dominik Bialas, der den besser
postierten Florian Schmidt übersah, vergaben die letzten
Möglichkeiten. Eine gelb-rote Karte für Fivo Odigie und seinen
Gegenspieler wegen ständiger Hakeleien und Beleidigungen machten mit
dem Verlust von Thalfangs bestem Akteur ein erneutes Zurückkommen in
die Partie unmöglich.
Zum
Ende verloren die Sportfreunde in einem schwachen Spiel verdient,
denn über die gesamte Spielzeit zeigte man sich ideenlos,
uninspiriert und mannschaftlich ungeschlossen. Nur wenige Spieler
erreichten heute Normalform und stemmten sich gegen die Niederlage.
Eine verkrampft wirkende Thalfanger Elf fand keine klare Linie, bot
in der Summe einfach zu wenig an und verspielte sich mit einfach zu
vielen individuellen Fehlern wichtige Punkte gegen einen mäßigen
Gegner, der die Nachlässigkeiten allerdings schonungslos bestrafte.
Diese Niederlage sollte die Akteure auf den Boden der Tatsachen
zurückholen, damit man in den nächsten Spielen wieder mit den
Urstärken Einsatz und Teamgeist, sowie einfachem, kampfstarke
Fußball zum Erfolg zurückfinden kann.
Sonntag, 27. September 2009, 14:30 Uhr: 7. Spieltag: SV Gonzerath - Spfr. Thalfang 2:2 (2:0) "Petry-Truppe erkämpft Punkt beim Tabellenführer!"
Aufstellung:
Favour Odigie Dominik
Bialas
Florian Schmidt Benedikt Hoff Max Pestemer (75. Peter Petry)
Simon Krause Thomas Probst (30. Jonas Grigo)
Mathias Paul Ole Oettel (45. Kim Klein)
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Nach
zuletzt zwei Heimsiegen in Folge, fuhren die Sportfreunde mit viel
Selbstbewusstsein zum Derby gegen den Spitzenreiter SV Gonzerath.
Die breite Brust sollte auch nötig sein, denn der Lokalrivale wurde
bisher zurecht in Thalfang als Angstgegner gehandelt. Allein in der
letzten Spielzeit war man in beiden Begegnungen chancenlos und verlor
deutlich.
Daher
setzte Trainer Petry auf die zuletzt so erfolgreiche Formation; nur
für Marco Schömer rückte Thomas Probst ins defensive Mittelfeld.
Im Angriff sollte die Spitzen Dominik Bialas und Fivo Odigie,
unterstützt von einem offensiven Mittelfeld für Entlastung und Tore
sorgen. Auf der Bank nahm unter anderem Jonas Grigo Platz, der sich
als Stammspieler der letzten Saison zur Aushilfe bereit erklärte.
Bei
sonnigem Spätsommerwetter begann auf dem Gonzerather Schackberg eine
Partie, die es von Anfang an in sich haben sollte.
Dies
bekamen die Gäste schon in der 2. Spielminute zu spüren. Nachdem
man sich einen Eckball erspielt hatte, war Libero Frieder Krause mit
seinen Kopfballqualitäten aufgerückt. Der Gonzerather Schlussmann
fing jedoch den fälligen Eckstoß ab und leitete per Abschlag einen
gefährlichen Konter ein. Der, für seinen Bruder eingerückte, Simon
Krause versäumte es den ersten Ball per Kopf zu klären. Trotzdem
war Manndecker Mathias Paul vor seinem Gegenspieler zur Stelle;
dessen Klärungsversuch war allerdings genauso harmlos und
unentschlossen, so dass der Ball nach kurzem Gemenge einem
gegnerischen Stürmer am Fünfereck vor die Füße fiel. Torwart
Peter Vochtel blieb beim strammen Schuss in den kurzen Torwinkel
chancenlos.
Hatte
man sich gegen den kampfstarken Gegner noch vor dem Anpfiff viel
vorgenommen, so lag man nach wenigen Minuten, ähnlich wie in den
Aufeinandertreffen der Vorsaison, nach einem Geschenk an den Gegner
mit 1:0 zurück.
Trotz
des Rückschlages reagierte Thalfang gefasst und versuchte mit
gepflegtem Spielaufbau ins Spiel zu kommen. Die Gonzerather Defensive
stand aber zu Beginn sehr eng am Mann und selten stieß man bis zum
Strafraum vor.
Der
Gastgeber agierte clever, ließ die Sportfeunde mit viel Spielanteil
aufspielen und nutzte die entstandenen Ballverluste zu gefährlichen
Kontern. Missverständnisse und Fehlpässe im Offensivspiel und eine
nervöse, zu nachlässig deckende Thalfanger Hintermannschaft, kamen
den Gonzerathern zusätzlich gelegen. Schlussmann Vochtel konnte sich
in dieser Phase mehrmals auszeichnen: Einen fein getretenen Freistoß
aus 20 Metern fischte er aus der rechten Ecke und einen Volleyschuss
lenkte er mit den Fingerspitzen über das Quergebälk.
Ausdruck
der fehlerhaften Defensivarbeit in Halbzeit eins war das Geschehen
zum 2:0 für die Hausherren. Wohlgemerkt nach einem Einwurf auf der
rechten Seite, ließ ein Gonzerather Stürmer per Körpertäuschung
gleich drei verdatterte Thalfanger Akteure stehen, tauchte plötzlich
ganz allein vor dem Gehäuse auf und schob den Ball unter Peter
Vochtel hindurch ins lange Eck. In einer Zone, in der man eigentlich
keine Verwandten haben sollte, bereite die Thalfanger Defensive dem
Gegner auf ehrfürchtige Weise den Weg zur komfortablen
Zwei-Tor-Führung.
Im
Anschluss brachte Trainer Petry für Thomas Probst, der bis dato
keine Bindung zum Spiel fand, Jonas Grigo. Dieser stabilisierte das
Thalfanger spiel deutlich, aber bis zur Pause gelang es nicht, aus
den höheren Spielanteilen Profit in Form von Torchancen zu schlagen.
Thalfang
spielte bis dahin keineswegs schlecht, ließ jedoch in der Offensive
Laufbereitschaft und Einsatz vermissen und brachte sich durch
eklatante Aussetzer einer wackelnden Hintermannschaft selbst mit 2:0
ins Hintertreffen. Insgesamt fehlten das entschiedenere Auftreten und
Aggressivität. Dazu war das Thalfanger Spiel bislang aufgrund des
starken Florian Schmidts auffällig linkslastig; die rechte Seite um
Max Pestemer und Dominik Bialas rieb sich noch zu sehr auf und sorgte
offensiv für wenig Gefahr.
Zur
Pause musste Verteidiger Mathias Paul noch virusgeschwächt, und
daher in Halbzeit eins mit mäßiger Leistung, ausgewechselt werden.
Für ihn rückte Max Pestemer auf die Manndeckerposition und überließ
die rechte Außenbahn dem gekommenen Kim Klein. Dieser stabilisierte
mit einer soliden Leistung die bisher anfällige rechte Seite.
Nach
Wiederanpfiff zeigten die Grünweißen endlich Reaktion und die
vermisste Aggressivität und Einsatzfreude. Man riss das Spiel jetzt
an sich und drückte den Gegner in die eigene Hälfte. Eine erste
gute Schussmöglichkeit von Jonas Grigo aus 18 Metern verfehlte den
Gonzerather Kasten nur knapp.
Dann
überschlugen sich die Ereignisse. Gonzerath gelang es kaum, sich aus
dem Belagerungszustand zu befreien und konnte die fast schon furios
aufspielenden Gäste oft nur durch Fouls stoppen. Auch der
Unparteiische, mit einer insgesamt soliden Leistung, hatte in dieser
Phase leichte Probleme das hitzige Spiel nicht aus der Hand zu geben.
Einen, aus einem Foul resultierenden Freistoss brachte Jonas Grigo
aus dem rechten Halbfeld scharf in den gegnerischen Sechzehner. Hier
lauerte Florian Schmidt, der die in den Rücken der Abwehr
geschlagene Flanke gekonnt ins linke Eck einköpfte. Sein Treffer
unterstrich die heute sehenswerte Leistung und brachte die Petry-Elf
wieder ins Spiel.
Nur
wenige Minuten schaffte man dann sogar den Ausgleich. Dominik Bialas,
der wie die ganze Mannschaft im zweiten Durchgang zulegte, brachte
eine flache Hereingabe von rechts vor das Gonzerather Tor.
Unnachahmlich spitzelte hier der lauernde Fivo Odigie den Ball zum
2:2 ins kurze Eck. Auch wenn der Nigerianer gegen seinen, oft am
Rande der Legalität spielenden Verteidiger einen schweren Stand
hatte, so gewann er doch diesen entscheidenden Zweikampf.
Gonzerath
zeigte sich seit Wiederanpfiff mehr als überrascht vom Thalfanger
Sturmlauf, konnte wie in den ersten 45 Minuten spielerisch nicht
überzeugen, kam aber trotzdem vor allem durch Standards immer wieder
gefährlich zum Abschluss.
In
der 75. Minute wechselte sich Trainer Petry dann für den
angeschlagenen Florian Schmidt selbst ein und stabilisierte das
Zentrum. Benedikt Hoff versuchte sich von da an über die linke
Außenseite.
Die
Schlussphase wurde noch einmal hektisch, aber außer einigen
Eckstößen in einer viel zu langen Nachspielzeit, bei denen Peter
Vochtel der Fels in der Brandung war, ereignete sich nichts weiter
erwähnenswertes. Zum Ende fehlten dann beiden Teams nach einer
intensiven Party die Kraft um das Spiel zu entscheiden.
Hochverdient
nahmen die Sportfreunde daher einen Punkt aus dem Duell gegen einen
mäßigen Tabellenführer mit nach Hause. Neben den lobenswerten
Leistungen von Florian Schmidt, Fivo Odigie und natürlich
Schlussmann Vochtel überzeugte man heute vor allem mit Moral und
Einstellung, so dass man eine verloren geglaubte Partie doch noch zum
guten wenden konnte. Mit diesem überzeugenden Auftritt im zweiten
Durchgang, gegen einen so schwer zu spielenden Gegner, macht die
junge Petry-Truppe weitere Fortschritte im Lernprozess. Das dieser
gerade erst begonnen hat, zeigte die erste Halbzeit, in der man zu
passiv und ohne Siegeswillen auftrat. Hier muss sich die Elf deutlich
steigern, um ihre Position im sicheren Mittelfeld weiter verteidigen
zu können.
Torschützen: 2:1
Florian Schmidt
2:2
Fivo Odigie
Wir
bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt
haben!
Sonntag, 20. September 2009, 18:00 Uhr: 6. Spieltag: Spfr. Thalfang - SG Merscheid 3:0 (0:0) "Sieg über den Lokalrivalen dank starker zweiter Halbzeit!"
Aufstellung:
Favour Odigie
Florian Schmidt Dominik
Bialas
Max Pestemer Marco Schömer (60. Daniel Wendorff) (30. Thomas Probst) Benedikt Hoff Simon Krause (80. Peter Petry)
Mathias Paul Ole Oettel
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Nach dem
ersten Heimsieg gegen die SG Neumagen am vergangenen Wochenende waren
die Sportfreunde am Kirmessamstag natürlich heiß darauf, auch gegen
die SG Merscheid auf heimischem Geläuf zu punkten. Dabei sollte
nicht nur die Tatsache motivieren, dass man endlich einmal gegen den
Heimatverein von Trainer Petry gewinnen wollte, sondern auch, dass
man sich mit weiteren drei Punkten im oberen Mittelfeld positionieren
könnte.
Bei der
Startaufstellung konnte Trainer Petry wieder auf den Urlauber Simon
Krause zurückgreifen, der zusammen mit Benedikt Hoff im Zentrum,
sowie Max Pestemer und Marco Schömer das Mittelfeld bildete. Dazu
liefen die gewohnt Abwehrformation und ein Dreierangriff mit Dominik
Bialas, Florian Schmidt und Fivo Odigie auf.
Vor gut
besuchter Kulisse legten die Hausherren mit viel Dampf los. Zwei
erste gelungene Kombinationen über die linke Seite führten schon
früh zu Gefahr im gegnerischen Strafraum. Eine Flanke von Florian
Schmidt von der linken Seite fand in dieser Phase leider keinen
Abnehmer vor dem Merscheider Tor und kurze Zeit später versprang dem
Thalfanger Stürmer nach einem steilen Zuspiel der Ball in
aussichtsreicher Überzahlsituation unglücklich.
Nach den
ersten ansprechenden Minuten fand aber der Gast zunehmenst in die
Zweikämpfe und somit mit mehr Aggressivität ins Spiel. Thalfang
versäumte es in dieser Phase dagegenzuhalten; vielmehr ließ man
sich von der harten Spielweise einschüchtern und zu unnötigen
Fehlern anstecken. Auch auf den Außenbahnen zeigte man sich defensiv
zu nachlässig und ließ sich ein ums andere Mal überlaufen. Lief in
den ersten Minuten der Ball noch gefällig, so sorgten zahlreiche
Fehlpässe im Aufbauspiel dafür, dass nach vorne kaum noch etwas
nennenswertes zusammenlief. Lediglich Dominik Bialas und Florian
Schmidt gelangen per Schussversuche aus kurzer und mittlerer Distanz
erwähnenswerte aber erfolglose Aktionen.
Merscheid
konnte in der Folge allerdings ebenfalls nicht spielerisch
überzeugen, zeigte aber den entschiedeneren Einsatz und kam vor
allem durch Standards zu guten Torchancen. Immerhin Torwart Peter
Vochtel konnte sich durch zwei gute Paraden auf nassem Rasen
auszeichnen.
Doch
eben diesem Peter Vochtel unterlief in der 25. Minute ein Stoppfehler
nach einem Rückpass; der Ball kullerte zum Glück für die
Grünweißen jedoch um haaresbreite am rechten Torpfosten vorbei, so
dass der Fauxpas ohne Folgen blieb.
Die
Sportfreunde schafften es kaum sich offensiv zu befreien und wenig
später bekam Defensivmann Marco Schömer die Aggressivität der
Gäste am eigenen Leib zu spüren. Ein Merscheider Akteur überrannte
Schömer aber eher unabsichtlich nach einem Eckball; die
resultierende Platzwunde auf der Stirn erforderte im Anschluss die Einwechslung von Thomas Probst.
Erst
gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Sportfreunde endlich wieder
die verlorengegangene Zuordnung in Mittelfeld und Abwehr. Doch auch
jetzt blieb man totz der Bemühungen von Fivo Odigie und Florian
Schmidt im Angriff harmlos. Zu langsam wurden Bälle nach vorne
getragen und nachgerückt. Zur Pause konnten sich die Gastgeber mit
dem torlosen Remis daher glücklich schätzen.
Gegen
harmlose Merscheider fehlten bisher Passsicherheit, Konzentration und
Laufbereitschaft um das Spiel an sich zu reißen. Mangelnder Biss,
sowie wenig Präsenz und Selbstvertrauen spielten darüberhinaus den
Gästen in die Karten und ließen die Thalfanger Leistung bis dato
bedenklich erscheinen.
Nach
Wiederanpfiff brauchten die Sportfreunde zwar einige Minuten, fanden
im Anschluss aber endlich die von Beginn an geforderte Einstellung
zum Spiel. Mit zunehmender Spieldauer deckte man die Gäste enger und
war mit mehr Einsatz bei der Defensivarbeit bei der Sache. Zunehmend
kam auch das Thalfanger Offensivgeschehen in Fahrt, da Benedikt Hoff
und Simon Krause im Zentrum und der Dreierangriff über die Außen
das Spiel nach vorne merklich ankurbelten.
Max
Pestemer wurde nach gut einer Stunde und solider Leistung von Joker
Daniel Wendorff ersetzt, der sich gut ins Thalfanger Offensivspiel
einfügte.
Anschließend
trug die Leistungssteigerung der Hausmannschaft auch endlich die
ersten Früchte. Ein Eckball viel im Fünfer Simon Krause vor die
Füße, der aus kurzer Distanz zunächst nur den Merscheider Keeper
traf. Im Nachsetzen brachte Benedikt Hoff gedankenschnell den
seitlich abgeprallten Ball erneut vors Tor, wo Fivo Odigie das Leder
zum lang ersehnten 1:0 über die Linie bugsierte.
Nur
gelegentlich kamen die Gäste noch zu guten Aktionen. So musste
zwischenzeitlich Libero Frieder Krause einen Flachschuss, der Torwart
Peter Vochtel überwunden hatte, in letzer Instanz von der Torlinie
kratzen.
Die
Führung verlieh dem Thalfanger Spiel weiteren Aufwind gegen
abbauende Merscheider und löste bis dahin verkrampfend wirkende
Fesseln. Benedikt Hoff bekam auf der rechten Außenbahn das
Spielgerät und flankte technisch anspruchsvoll genau auf den Kopf
von Fivo Odigie. Dieser wuchtete den Ball gegen den Lauf des
Merscheider Torhüters in die Maschen. Das zweite Tor im heutigen
Spiel unterstrich die gute Form des Nigerianers.
Kurz vor
Schluss war das Spiel mit dem 2:0 so gut wie entschieden. Dennoch
legten die Hausherren, bei denen Trainer Petry für den
angeschlagenen Simon Krause in die Partie kam, weiter nach. Wieder
war es Benedikt Hoff, der per Lupfer den pfeilschnellen Ole Oettel auf
der rechten Bahn in Szene setzte. Dessen Flanke fand am langen
Sechzehnereck Dominik Bialas. Obwohl beim Neuzugang aus Hermeskeil
heute nicht alles klappte, hatte er doch die Coolness den perfekt
geflankten Ball per Volleyschuss direkt unter das Gebälk zu nageln.
Mit zwei
sehenswert herausgespielten Treffern in der Schlussphase und einer
deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei, sorgte Thalfang zum
Abpfiff für den 3:0 Heimsieg.
Letztendlich
gewannen die Sportfreunde diese Begegnung gegen den Lokalrivalen aus
Merscheid verdient, auch wen es nach mäßiger erster Halbzeit
deutlicher Worte bedurfte. Wie es sich im Voraus ankündigte,
entschied im heutigen Aufeinandertreffen zweier ähnlicher
Mannschaften, die weniger von der spielerischen Seite als von
Einsatz, Kampf und Willensstärke profitieren, die Tagesform und das
notwendige Glück. Hier hatten schließlich die Sportfreunde (auch
konditionell) den längeren Atem und konnten mit dem Sieg gegen den
Heimverein des Trainers und nun 10 Punkten auf der Habenseite die
Kirmes standesgemäß feiern.
Sonntag, 13. September 2009, 14:30
Uhr: 5. Spieltag: Spfr. Thalfang –
SG Neumagen 2:1 (0:0)
"Last-Minute Heimsieg im Derby gegen Neumagen!"
Aufstellung: Favour Odigie
Florian Schmidt Dominik Bialas
Benedikt Hoff
Thomas Probst Max Pestemer Marco Schömer (60.Daniel Wendorff) (65.Peter Petry)
Mathias Paul Ole Oettel
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Nach der Auswärtsniederlage im Salmtal,bei der die Grundtugenden des Fussballs wie Einstellung und Laufbereichtschaft stimmten,galt es im Heimspiel gegen den Nachbarn aus Neumagen,endlich mal wieder Zählbares auf Papier zu bringen.Trainer Peter Petry schickte exakt die selbe Elf wie in Salmrohr aufs Feld,die ENDLICH den ersten Heimsieg auf eigenem Geläuf zustande bringen sollten.Man ging in der Taktikbesprechung akribisch auf die Stärken und Schwächen des Teams ein, sodass eine gut eingestellte Thalfanger Mannschaft ihren Gegner erwartete. Auf der Ersatzbank nahmen zunächst Daniel Wendorff, Philipp Maier und der Trainer selbst Platz.Die Thalfanger kamen zunächst besser in die Partie hinein und hatten die Neumagener in den Anfangsminuten gut im Griff.Den ersten vielversprechenden Angriff schloss nach einer guten Ablage des Sturmfuehrers Odigie Max Pestemer ab,scheiterte aber knapp.
In der Folgezeit kamen die Neumagener,bei denen vor allem die Offensive in den Spielen vorher als Prunkstück zu sehen war, immer mehr auf.Dies basierte vor allem daran,dass der Thalfanger Defensivverband aus unerfindlichen Gruenden auf einmal zu weit weg von ihren Gegenspielern waren,und die Neumagener sich teils bis zum Strafraum sich die Baelle zuschieben konnten.Nach einem Missverständis zwischen Thalfanger Verteidiger und Torhueter scheiterte der gegnerische Stürmer aus spitzem Winkel nur denkbar knapp .Die Offensivbemuehungen der Thalfanger waren eher launisch,so verfehlten Schuesse von Dominik Bialas und Florian Schmidt in der Folgezeit ihre Ziele deutlich.Nachdem auch die letzten Minuten vor der Halbzeit,in denen die pfeilschnelle Neumagener Offensive vor allem durch Baelle in die Tiefe und den ein oder anderen Distanzschuss auffielen,verstrichen,ging es torlos in die Kabine.
Nachdem die Thalfanger Mannschaft in der Halbzeitpause nochmal wachgerüttelt wurde,stimmte es auf einmal in der zweiten Halbzeit.Die Verteidigung war wieder aggressiver und in der Offensive wurde der ein-oder andere schöne Spielzug kreiert.Das Führungstor entstand dann denkbar kurios: Nach einer Flanke von der rechten Seite,wollte der gegnerische Libero die Kugel eigentlich zu seinem Torwart zurückköpfen,versenkte aber im Stile eines Mittelstürmers eiskalt ins Eck(49.Spielminute). Wütende Gegenangriffe der Neumagener erfolgten,wobei diese doch seltene zu Großchancen kamen und meist am 16er verpufften.Das mueder werdende Thalfanger Mittelfeld wurde ausgetauscht und Daniel Wendorff bekleidete die Position von Thomas Probst im linken Mittelfeld und Trainer Peter Petry rückte ins zentrale Mittelfeld fuer den entkräfteten Max Pestemer.In der 75.Spielminute,verloren die Mannen an der linken Abwehrseite durch eine fehlerhafte Kombination nach einem Einwurf den Ball,dieser wurde schnell in die Schnittstelle der Abwehr gespielt und der gegnerische Angreifer verwandelte im Nachsetzen zum nicht unverdienten Ausgleich.
Als alle schon mit einem friedliche Unentschieden rechneten,wurde die Schlussphase noch einmal hektisch.Nach einem gelungenen Doppelpass zwischen Mathias Paul und Peter Petry steckte dieser gekonnt zu Fivo Ogidie durch,der nur durch ein Foul am Torschuss gehindert werden konnte.Doch der nicht fest genug getretene Strafstoß durch Libero Frieder Krause konnte vom Torhueter der Gäste pariert werden.Nachspielzeit: Noch einmal Freistoß aus dem Halbfeld,die Neumagener Verteidigung kann den Ball nicht anständig klaeren und der Ball landet vor den Füßen des eingewechselten Daniel Wendorff,der mit Uebersicht zum vielumjubelten Siegtor einschoss(90.Minute).Die daraufhin folgende Jubelorgie zeigte das intakte Mannschaftsgfuege der Sportfreunde und so war die erste Niederlage der Neumagener in dieser Saison und der erste Sieg auf dem neuen Kunstrasenplatz besiegelt! Nun gilt es in einer ausgeglichenen A-Klasse am nächsten Samstag nachzulegen,um den Anschluss an das obere Mittelfeld zu schaffen und diesen Sieg nicht wertlos erscheinen zu lassen! Torschützen: 1:0 Eigentor 2:1 Daniel Wendorff
Wir bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt
haben!
Sonntag, 06.September 2009, 17.00 Uhr: 4. Spieltag: FSV Salmrohr II - Spfr. Thalfang 1:0 (1:0) "Petry-Elf zieht im Salmtal knapp den Kürzeren!"
Spielbericht: Kaum verändert präsentierten sich die
Sportfreunde aus Thalfang im Auswärtsspiel in Salmrohr.Dass es gegen
die Reserve des ambitionierten Rheinlandligisten, deren Saisonziel
dieses Jahr ganz unverbrämt der Aufstieg ausgesetzt wurde, nicht
leicht würde werden,war klar. Trainer Peter Petry musste nur den
urlaubsbedingt fehlenden Simon Krause durch Marco Schömer ersetzten.
Fuer den grippeerkrankten Kim Klein bekleideten dieses Mal Daniel
Wendorff,,Kevin Berens,Philipp Maier und Sebastian Töppler die
Ersatzbank. Man ging hochmotiviert in die Partie,doch schon die
ersten Minuten zeigten, dass die Salmrohrer unbedingt die Kehrtwende
vollziehen wollten. Angriffswelle um Angrifsswelle rollte auf das
Thalfanger Tor,wobei man ein um das andere Mal Glück hatte nicht in
Rückstand zu geraten. Die Offensive fand erst ab Mitte der ersten
Halbzeit statt,wo man immer wieder mit Kontern auf sich aufmerksam
machen konnte.Größte Chance des Spiels dann nach knapp einer halben
Stunde: Benedikt Hoff,schoen von Florian Schmidt in Szene gesetzt,
ließ auf 16er Höhe seinen Gegenspieler aussteigen und musste aus
knapp 10 Metern eigentlich nur noch einschieben.Doch der Ball strich
knapp am rechten Torpfosten vorbei.Es kam was kommen musste,zwei
Minuten vor der Halbzeit: Fehler im Aufbauspiel der Thalfanger,
schneller Konter der Gäste ueber den Flügel, zu fruehes Rausrücken
des Thalfanger Liberos,ein Querpass und schon stand es 1:0. In der zweiten Halbzeit sah man ein
weitesgehenst ausgeglichenes Spiel mit Chancenplus auf Salmrohrer
Seite,dessen mit einigen Spielern der 1.Mannschaft bestückten
Mannschaft recht gut fungierte.Nachdem Sowohl Benedikt Hoff,als auch
Mathias Paul verletzungsbedingt das Spielfeld räumen mussten,und
obwohl sich die Einwechselspieler nahtlos und mit großem
körperlichem Einsatz einfuegten,fehlte einfach die spielerische
Klasse um dieses Spiel noch zu Gunsten der Sportfreunde umzubiegen.
Am Ende stand eine letztlich verdiente Niederlage zu buche,obwohl
sich zeigt,dass man konditionell deutlich ueberlegen war. Löblich
anzusehen,ist dass dieses Mal der Einsatzwille und die
Kampfbereitschaft niemandem abzusprechen war,es aber einfach momentan
nicht reicht solche Spiele erfolgreich zu gestalten.Dies gilt es in
den kommenden beiden Heimspielen zu aendern und die Effektivität
nach vorne noch mehr in Tore umzumünzen. Nebenbei wünschen die
Sportfreunde dem Salmrohrer Spieler Daniel Schraps,der sich in einem
Zweikampf einen erneuten Schienbeinbruch zuzog, gute Besserung.Allen Zuschauern ein herzliches
Dankeschön mit dem Hinweis unserer jungen Mannschaft doch noch ein
wenig Zeit zu geben,bis sie sich mit den momentan noch verletzten
bzw. noch nicht spielberechtigten Spielern sicherlich von besserer
Seite zeigen koennen!
Torschützen: -
Wir bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt
haben!
Sonntag,
30. August 2009, 14:30 Uhr: 3. Spieltag: Spfr. Thalfang – SV Zeltingen-Rachtig 2:2 (1:1) "Schwache Sportfreunde verpassen ersten Heimsieg!"
Aufstellung:
Favour Odigie
Florian Schmidt Dominik
Bialas
(45. Kim Klein)
Simon Krause Benedikt Hoff
Thomas Probst Max Pestemer (65. Daniel Rüssels)
Mathias Paul Ole Oettel (80. Daniel Wendorff)
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Nach dem Auswärtsdreier beim SV Dreis ging man am 3. Spieltag mit
Selbstbewusstsein ins Heimspiel gegen den SV Zeltingen-Rachtig. Dieser war mit
hohen Erwartungnen in die Saison gestartet, jedoch viele Abgänge und Verletzte
ließen den Saisonauftakt für den heutigen Gegner mit 3 von möglichen sechs
Punkten nicht so recht gelingen.
Die Startaufstellung wählte Trainer Peter Petry erneut bewusst
offensiv aus. Im Vergleich zur Begegnung gegen Dreis rückte lediglich Ole
Oettel wieder zurück in die Mannschaft, der nach seiner Sperre wieder
spielberechtigt war. Auf der Bank nahmen zunächst Kim Klein, Daniel Wendorff und Neuling Daniel Rüssels Platz.
Die Anfangsviertelstunde war geprägt von der beiderseitigen
Nervosität und es kam kaum zu gelungenen
Aktionen auf beiden Seiten. Die Gäste aus Zeltingen wollten zunächst das Spiel
nicht an sich reißen und Thalfang, das sich schwer tat, in die Partie zu
finden, konnte keine Dominanz ausstrahlen.
Die Sportfreunde verpassten es jedoch die richtige Bindung zum
Spielgeschehen aufzubauen. In der Defensive brannte trotz erster Nachlässigkeiten in Zweikampf und Manndeckung zwar kaum etwas an, da sich
Zeltingen noch sehr zurückhielt, aber im Thalfanger Spiel fehlte der sichere
Spielaufbau und der spielerische Übergang von der Defensive ins Mittelfeld.
Fehlende Laufbereitschaft und Fehlpässe verhinderten dazu, dass sich die
Hausherren in Richtung des gegnerischen Sechzehners in Szene setzen konnten.
Trotzdem gelang es Fivo Odigie nach einem Fehler des Gegners in den
Strafraum durchzubrechen. Hier konnte der schnelle Nigerianer nur per Foulspiel
gestoppt werden, worauf der Schiedsrichter völlig zu Recht auf Strafstoß
entschied. So tat sich für die Grünweißen doch eine große Möglichkeit auf, in
Führung zu gelangen. Wie immer übernahm Kapitän Frieder Krause die
Verantwortung; jedoch sein wenig präziser Strafstoß ins linke Eck konnte vom
Zeltinger Keeper pariert werden.
In der Folge kamen die Gäste besser ins Spiel, da die Sportfreunde es
versäumten weiter Druck aufzubauen und, wie schon bisher, zu zaghaft auftraten. Daher
kam Zeltingen zu ersten guten Aktionen. Mehrere Schüsse aus aussichtsreichen
Positionen verfehlten allerdings das Gehäuse von Goalie Peter Vochtel.
Thalfanger Tormöglichkeiten blieben Mangelware; Dominik Bialas versuchte
es immerhin nach einer halben Stunde per Fernschuss; dieser verfehlte den
Kasten aber genauso wie ein Schuss von Florian Schmidt, der sich einmal über
die rechte Seite durchsetzen konnte.
Ganz überraschend bekamen die Sportfreunde dann erneut die Chance, in
dieser bisher ereignisarmen Partie, in Führung zu gehen. Wieder nutzte Fivo
Odigie einen nachlässigen Rückpass auf den Zeltinger Torwart aus und spurtete
auf den Ball. Obwohl der Keeper das
Spielgerät zwar vor dem Thalfanger Angreifer erreichte, brachte er
diesen dabei doch zu Fall. Wieder zeigte der Unparteiische auf den Punkt; eine
für die Hausherren durchaus glückliche Entscheidung. Diesmal trat Spielmacher
Benedikt Hoff zum Strafstoß an und verwandelte auch präzise in die linke untere
Ecke.
Aber man schien sich auf das Glück, das zur 1:0 Führung geführt hatte,
verlassen zu wollen und machte weiterhin nur das Nötigste für das Spiel.
Folglich konnte Zeltingen weiteren Druck aufbauen. Weitere Fehler in der Manndeckung,
mangelnde Aggressivität und Zweikampfverhalten sowie zahlreiche misslungene einfachste
Zuspiele führten dazu, dass der Gast immer öfter und gefährlicher zum Abschluss
kam.
Kurz vor dem Pausenpfiff dann schlug der Gegner zu. Ein harmlosen
Angriff über die rechte Seite entblößte die gesamte Defensive, worauf Libero
Frieder Krause viel zu früh aus dem Abwehrzentrum herausrückte. Bei der
anschließenden Hereingabe unterlief Thomas Probst den hohen Ball, der dann
einem Zeltinger Stürmer vor die Füße fiel. Gekonnt hob dieser dann den Ball
über Torwart Peter Vochtel hinweg in die Maschen, der, zu allem Überdruss, auch
noch unnötig aus seinem Tor heraus gestürmt war. Diese Szene war repräsentativ
für das gesamte Thalfanger Spiel. Einem Ballverlust im Mittelfeld wurde nicht
konsequent nachgesetzt, weitere Fehler im Defensiv- und Deckungsverhalten
ermöglichten dann dem Gegner den verdienten Treffer zum 1:1 Ausgleich.
Kurze Zeit später schickte der Schiri die Mannschaften in die Kabinen.
Bisher ließen die Grünweißen gegen eine harmlose Zeltinger Mannschaft fast
alles vermissen, was man sich vor dem Spiel vorgenommen hatte.
Nach der Pause schien es nur kurzfristig so, als ob die Sportfreunde
darauf aus seien, diesem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Immerhin begann man
aggressiv und sorgte zeitweilig für brenzlige Situationen im Zeltinger
Strafraum. In dieser Phase fand unter anderem ein Schuss von Benedikt Hoff
seinen Meister im guten Torhüter der Gäste.
Der Thalfanger Regisseur war auch an der nächsten guten Aktion
beteiligt. Seine Flanke von der rechten Seite erreichte den freien Florian
Schmidt. Dieser erwischte den vom Torwart leicht abgefälschten Ball jedoch nur
mit der Schulter anstatt mit dem Kopf. Fivo Odigie vermochte es allerdings nicht, das heruntergefallene Leder, aus wenigen Metern Torentfernung an einem
einzigen Zeltinger Verteidiger auf der Torlinie vorbei zu schieben.
Doch nach kurzer Zeit ebbte diese Druckphase der Sportfreunde merklich
ab. Wieder übernahm Zeltingen die Kontrolle im Mittelfeld und das Thalfanger Angriffsspiel,
das jetzt von Kim Klein anstelle vom ausgewechselten Dominik Bialas unterstützt
wurde, reduzierte sich für die nächsten 20 Minuten auf lange Bälle und wenig
glückliche Einzelaktionen.
Obwohl Zeltingen, dass heute lediglich in der Defensive überzeugen
konnte, nur wenig Gefahr ausstrahlte, gelang es den Sportfreunden nicht, das
Spiel unter Kontrolle zu bekommen oder auch nur durch Passspiele über mehrere
Stationen zu gelungen Aktionen zu kommen. Im Angriff hingen Fivo Odigie und
Florian Schmidt zeitweise völlig in der Luft, da keinerlei Unterstützung aus
den eigenen Reihen aufrückte. Im Zentrum
war Benedikt Hoff, trotz Bemühens, Alleinunterhalter, da aufgrund eines Loches
im defensiven Mittelfeld, Zeltingen hier das Spiel, wenn auch mit mäßigen
Mitteln, beherrschte. Thomas Probst und Max Pestemer fanden nicht die nötigen
Mittel, so dass der Gegner sein Spiel ständig über die Außen aufziehen konnte.
Folglich waren auch die Thalfang Außen viel zu defensiv gebunden, was dem
ohnehin harmlosen Offensivspiel keineswegs dienlich war. All dies wurde
durchzogen von einer dauerhaften Lethargie und Leidenschaftslosigkeit, was sich
in der unterirdischen Zahl an gewonnenen Zweikämpfen und zahlreichen Fehlern
niederschlug.
Konsequenter Weise führten diese Fehler dann auch noch zum 1:2 für die
Gäste. Nach einer Hereingabe über die Außen, schafften man es nicht den Ball
aus dem Strafraum zu klären. Aus dem Chaos ging ein Flachschuss auf das
Thalfanger Tor hervor, den Torwart Vochtel nicht konsequent abwehren konnte.
Den freiliegenden Ball grätschte ein Zeltinger Stürmer über die Linie zur Führung
für die Gäste.
Anschließend kam für den angeschlagenen Max Pestemer, der heute durchaus
gute Ansätze gezeigt hatte, mit Daniel Rüssels ein Neuzugang in die Partie. Genauso wie er, hatte auch Daniel Wendorff wenig später die schwere Aufgabe in diese Partie zu kommen, nachdem Manndecker Mathias Paul angeschlagen das Feld verlassen musste. In die Abwehr rückte Simon Krause, der sich auf der rechten Seite aufrieb und bisher nicht in Spiel fand.
Aber auch nach dem Rückstand blieb das Spiel mäßig und Thalfang
schwach. Kaum ein Ball wurde über mehrere Stationen aus der eigenen Hälfte gespielt und erreichte daher Anspielstationen in Mittelfeld oder Sturm. Einzige Ausnahme war ein fein zurückgelegter Ball von Fivo Odigie, der
sich an der rechten Grundlinie durchgetankt hatte. Doch der Schuss des
angespielten Benedikt Hoff wurde von einem Abwehrspieler auf der Torlinie abgewehrt.
In der 75. Minute gab der Schiedsrichter zum dritten Mal einen
Strafstoß für die Sportfreunde, nach einem Handspiel eines Zeltinger
Verteidigers im Strafraum. Auch diesen Elfmeter schoss Benedikt Hoff, aber er
schoss ihn für den glänzend haltenden Zeltinger Torhüter nicht gut genug. Eine
große Chance zum Ausgleich war damit vertan.
Kurz vor Abpfiff gelang dann Fivo Odigie, dem heute wohl noch besten
Thalfanger, dann aber doch noch der schmeichelhafte Ausgleich. Ein Eckstoß von
Benedikt Hoff fand den Kopf des Stürmers, der den Ball sehenswert im langen linken Toreck
unterbringen konnte.
Wenig später war die Partie beendet und die Hausherren konnten sich im
Anschluss über wenigstens einen Punkt freuen. In diesem Spiel gegen eine
keineswegs starke Zeltinger Mannschaft fanden die Sportfreunde keine Mittel ins
Spiel zu kommen oder einfach gelungene Spielzüge oder Chancen herauszuarbeiten.
Eine schwache Thalfanger Mannschaft schaffte es schlichtweg nicht, ihre doch
offensichtlichen Qualitätsmängel im spielerischen und taktischen Bereich durch
ein solides Zweikampfverhalten, Einsatzwillen und Aggressivität auszugleichen. Leider
gelang es auch den gestandenen Akteuren unter den Spielern nicht, ihre gewohnte
Leistung abzurufen, sondern sie ließen sich über das hochsensible Gefüge innerhalb
dieser jungen Mannschaft teilweise anstecken. Auch die zwei verschossenen
Elfmeter zeigten, dass man einen Sieg heute einfach nicht verdient hatte. Weiterhin bleibt der erste Heimsieg in einem
Punktspiel abzuwarten.
Abschließend sollte eine schwache Leistung jedoch nicht mit zu viel
Kritik und Schlechtrederei überhäuft, sondern abgehakt werden, solange
sie die Ausnahme bleibt. Am folgenden Sonntag, beim schweren Auswärtsspiel in
Salmrohr, bietet sich schon wieder die Möglichkeit, für positive Schlagzeilen
oder gar Ergebnisse zu sorgen.
Sonntag, 23. August 2009, 14:30 Uhr: 2. Spieltag: SV Dreis - Spfr. Thalfang 2:4 (2:3) "Hartumkämpfter Auswärtsdreier für die Sportfreunde!"
Aufstellung:
Favour Odigie
Florian Schmidt Dominik Bialas (45. Kim Klein)
Simon Krause Benedikt Hoff (80. Marco Schömer)
Thomas Probst Max Pestemer
Mathias Paul Andreas Pfeiffer Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht: Am 2. Spieltag der Saison gastierte man beim Neuling in der
Kreisklasse A, dem SV Dreis. Diese junge Mannschaft hatte zum Saisonauftakt mit
einem 5:1-Erfolg bei der SG Neumagen bereits ein Ausrufezeichen gesetzt. Die
Sportfreunde dagegen waren nach der Auftaktpleite gegen die SG Laufeld auf
Wiedergutmachung und den ersten Punktgewinn beim Aufsteiger aus.
Auf dem Tableau stellte Trainer Petry seine Mannen offensiv auf, um
dem zu erwarteten Ansturm der Dreiser bei ihrer Heimpremiere entsprechend zu
entgegnen. Defensiv ersetzte erneut Andreas Pfeiffer den noch gesperrten Ole
Oettel in der Dreierabwehr mit Frieder Krause und Mathias Paul. Die zentrale
Defensive vor der Abwehr sollte von einer Doppelsechs mit Thomas Probst und Max
Pestemer zugestellt werden. Explizit offensiv zu agieren hatten dann im
Mittelfeld Simon Krause und Benedikt Hoff, sowie der Angriff mit Florian
Schmidt, Dominik Bialas und Mittelstürmer Fivo Odigie. Als Ersatz standen Kim Klein und der wieder genesene Marco Schömer zur Verfügung.
Auf stumpfem und holprigem Geläuf bekamen die doch zahlreichen
Zuschauer eine intensive Partie geboten. Vom Anpfiff weg zeigte sich die junge
Dreiser Mannschaft aggressiv und stürmisch. Die doch leicht favorisierten
Sportfreunde hatten so in der Anfangsphase ihre liebe Not mit dem
kontrollierten Spielaufbau. Wenig Fußball, sowie viele Fouls und Zweikämpfe
dominierten daher diese Anfangsphase.
In der 10. Minute dann bekamen die Sportfreunde, wegen einem dieser
besagten Foulspiele, einen Freistoß von der Halbrechten Seite. Spezialist
Mathias Paul brachte den Ball scharf in den gegnerischen Sechzehner, wo es
Florian Schmidt schaffte, den Ball zur 0:1 Führung über die Torlinie zu
bugsieren.
Die frühe Führung hatte jedoch nicht den Effekt, dass sich das
Spielgeschehen aus Sicht der Gäste beruhigte. Durch das laufintensive und
aggressive Auftreten des Aufsteigers, hatte die Defensive des Öfteren große
Probleme bei der Verteidigung.
So geschehen in der 17. Minute: Nachdem Libero Frieder Krause im Zuge
eines Eckstoßes aufgerückt war überquerte ein schnell ausgeführter langer
Abschlag das komplette Spielgeschehen. Der zurückbeorderte Simon Krause klärte
den Ball per Kopf zu kurz, Thomas Probst reagierte zu nachlässig anstatt den
Ball zu bereinigen und zwei gegnerischer Stürmer brachen durch auf das Tor von
Peter Vochtel. Dieser blieb beim anschließenden völlig ungehinderten
Torabschluss chancenlos, wodurch Dreis mit dem Ausgleich zum 1:1 wieder ins
Spiel kam.
Doch jetzt reagierten die Sportfreunde schnell und entschlossen. Nur
wenige Sekunden später eroberte der heute sehr agile Florian Schmidt den Ball
von einem gegnerischen Verteidiger, umspielte den Torwart gekonnt mit einem
Haken und schob zum 1:2 ein.
Die erneute Führung gab den Gästen weiter Rückenwind und in der 25, Minute
konnte Frieder Krause nach einem Eckball die Kugel ungehindert zum 1:3 in den
linken Torwinkel drücken.
Trotz der jetzt komfortablen Führung blieb das Spiel allerdings weiter
hektisch. Dreis versuchte erneut mit stürmischen Angriffen ins Spiel zu kommen,
machte aber selber in der Defensive haarsträubende Fehler, was dem Thalfanger
Angriff weitere Möglichkeiten einbrachte.
Durch die energischen Angriffe und das hohe Spieltempo, blieb aber
auch die Abwehr der Sportfreunde nicht schadlos. Immer wieder wurde nicht eng
genug gedeckt oder durch mangelnde Zweikampfarbeit dem Gegner Torabschlüsse
ermöglicht. Torwart Peter Vochtel rettete in dieser Phase das ein oder andere
Mal.
Kurz vor der Halbzeit dann brach ein erneuter Vorstoß der Gastgeber
über die linke Außenbahn durch. Sowohl Benedikt Hoff, als auch Max Pestemer,
griffen nicht resolut ein, Libero Frieder Krause rückte zu früh nach außen,
sodass die folgende Flanke scharf den Thalfanger Strafraum durchquerte. Am
langen Pfosten stand Andreas Pfeiffer allein gegen zwei freie Stürmer, von
denen einer den Ball aus kurzer Distanz per Kopf zum 2:3 Halbzeitstand
verwandelte. In dieser Szene verhielt sich die Thalfanger Defensive
amateurhaft, indem eine im Mittelfeld beginnende Fehlerkette immer weitergeführt
wurde, und man dem Gegner so den Anschlusstreffer schenkte.
Trotz größerer Spielanteile, einem Zwei-Tore-Vorsprung und einem
bisher durchaus engagierten Auftritt, schaffte man es zur Halbzeit nicht die
junge, angriffslustige Dreiser Mannschaft in den Griff zu bekommen. Dominik
Bialas, der sich durch eine zu offensive Spielweise im ersten Durchgang völlig
aus dem Spiel nahm, wurde von Kim Klein ersetzt.
Nach Wiederanpfiff schien sich das Spielgeschehen zu Gunsten der
Sportfreunde zu entwickeln. Zum einen mussten die Hausherren ihrem hohen
laufintensiven Spieltempo mit zunehmender Spieldauer Tribut zollen, und zum
anderen begann Thalfang cleverer das Spiel aufzuziehen und den Ball laufen zu
lassen.
Folglich kam Dreis nur noch sporadisch zu guten Aktionen und kaum noch
zu Torchancen. Dagegen kreierten Max Pestemer und Kim Klein mit Fivo Odigie
über die rechte und Simon Krause mit Florian Schmidt über die linke Seite, den
ein oder anderen sehenswerten Spielzug. Spielmacher Benedikt Hoff verteilte
geschickt die Bälle im Zentrum und stieß immer wieder mit nach vorne.
In der 55. Minute hatte Florian Schmidt erneut die Möglichkeit zum
Torerfolg. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf, den die Gegnerabwehr total
verschlief, stand der Thalfanger Stürmer völlig allein vor dem Torwart. Der
Abschluss mit dem rechten Fuß erfolgte aber zu ungenau und konnte vom Keeper
pariert werden.
Wenige Minuten später scheiterte Frieder Krause erneut nach einem
Eckstoß an einem Verteidiger, der den präzise geköpften Ball des Thalfanger
Kapitäns auf der Linie abwehren konnte.
Die Dreiser Gegenwehr beschränkte sich in der Folge immer mehr, und
nur nach Fehlern in der Thalfanger Defensive, die allerdings noch zu häufig
auftraten, konnte der Gegner zu Aktionen kommen. Nachdem Thomas Probst sich an
der Außenlinie etwas plump überspielen ließ, und kein Thalfanger Abwehrspieler
entschieden entgegentrat, konnte ein Dreiser Stürmer zum Torschuss kommen.
Dieser scheiterte jedoch, wie so manch anderer verzweifelte Versuch, am heute
soliden Torwart Peter Vochtel.
Eine Viertelstunde vor Schluss sorge dann Wirbelwind Fivo Odigie für
die Entscheidung. Nach einem sehenswerten Solo von der rechten Seite, bei dem
der Nigerianer mehrere Gegner stehen ließ, gelang es ihm mit einem beherzten
Schuss aus 20 Metern, den Ball zielgenau in der linken Torecke unterzubringen.
Kurz vor Abpfiff kam dann noch Marco Schömer für den angeschlagenen
Simon Krause in die Partie und half dabei, den Spielstand in den letzten
Minuten erfolgreich zu konservieren.
Mit diesem 2:4 Auswärtserfolg fuhren die Sportfreunde in einem
hitzigen Spiel den ersten Dreier der Saison ein. Obwohl der Gegner einen
intensiven Kampf ablegte und Gäste immer wieder Probleme bei der Spielkontrolle
hatten, zeigte man im zweiten Jahr als A-Ligist dem Aufsteiger heute doch die
Grenzen auf und siegte schließlich durch die größere Cleverness und Erfahrung.
Neben einer lobenswerten Mannschaftsleistung, zeigten vor allem die
Angreifer Florian Schmidt und Fivo Odigie mit viel Einsatz und ihren ersten
Saisontoren eine ansprechende Leistung. Ebenso konnte Libero Frieder Krause
heute überzeugen.
Trotzdem bleibt anzumerken, dass gegen stärkere Gegner eine deutliche
Leistungssteigerung von Nöten ist. In diesem Zusammenhang muss vor allem an den
Fehlern in der Defensive und an Pass- und Ballkontrolle im Mittelfeld
gearbeitet werden, um solche Spiele besser in den Griff zu bekommen.
Sonntag, 16. August 2009, 14:30 Uhr: 1. Spieltag: Spfr. Thalfang – SG
Laufeld 1:4 (1:2) "Heimpleite zum Saisonauftakt!"
Aufstellung:
Favour Odigie
Florian Schmidt
Dominik Bialas
Simon Krause Benedikt Hoff Kim Klein (30. Robert Mehlig)
Thomas Probst
Mathias Paul Andreas Pfeiffer (60. Max Pestemer)
Frieder Krause (C)
Peter Vochtel
Spielbericht:
Zum heiß ersehnten Saisonauftakt in der A-Klasse hatten die
Sportfreunde direkt einen Knaller zum Gast. So zählt die erste Mannschaft aus
Laufeld, die im letzten Jahr aus der Bezirksliga abstieg und ihren erfahrenen
Mannschaftskreis noch um einige Neuzugänge erweitern konnte, schon vor der
Saison zu den Meisterschaftskandidaten.
Dagegen entpuppt sich die Personalsituation bei den Hausherren zur
neuen Saison als wenig rosig. Zwar stehen dem einzigen nominellen Weggang von
Andreas Knackstedt insgesamt acht Neuzugänge gegenüber. Von diesen standen zum
ersten Spieltag jedoch nur Dominik Bialas (SV Hermeskeil) und der junge, nach
einem Kreuzbandriss noch angeschlagenen, Max Pestemer (SG Neumagen) im Kader
der ersten Mannschaft. Dazu mussten noch die langfristigen Ausfälle von Björn
Fetzer und Jonas Grigo kompensiert werden, die im letzten Jahr doch
entscheidend zum Klassenerhalt beigetragen haben. Von daher gingen die
Sportfreunde mit der klaren Marschroute in die Saison, erneut mit aller Macht
den Klassenerhalt anzustreben.
Auf dem Papier ergab sich die Startformation wie folgt. Im Tor nach
durchwachsener Vorbereitung aber starken Leistungen beim VG-Pokal stand Peter
Vochtel. Davor wie in der vergangenen Saison eine Dreierabwehr mit Libero
Frieder Krause und den Manndeckern Mathias Paul und Andreas Pfeiffer. Dieser
lief mit nunmehr 43 Jahren für den, wegen einer roten Karte vom VG-Pokal,
gesperrten Ole Oettel auf. Im Mittelfeld vertraute Trainer Peter Petry einer
etwas offensiveren Formation: Vor der Abwehr zentral spielte Thomas Probst,
offensiver Simon Krause und Benedikt Hoff. Auf der rechten Seite agierte Kim
Klein und auf links der Neuzugang aus Hermeskeil, Dominik Bialas. Im Sturm
sollten Florian Schmidt und Fivo Odigie für Gefahr sorgen.
Das Spiel nahm nach Anpfiff bei schönstem Sommerwetter rasch an Fahrt
auf. Die SG Laufeld versuchte schon zu Beginn ihre Favouritenstellung zu
untermauern und ließ das Leder gefällig in den eigenen Reihen laufen. Die
Grünweißen jedoch waren bemüht das Spiel in der eigenen Hälfte eng zu machen
und aggressiv gegen den Mann zu spielen, was in der Anfangsphase gut gelang.
Außer einigen Standards und Fernschüssen ließ man in der ersten Viertelstunde
daher wenig zu.
Die Thalfanger Offensivaktionen beschränkten sich in dieser Phase auf
das nötigste. Lediglich Florian Schmidt gelang es einmal, sich über die linke
Flanke durchzutanken. Sein Torabschluss landete jedoch am Außennetz.
Obwohl man bis dahin gut in der Defensive stand, kam es in der 20.
Minute doch zur 0:1 Führung für die Gäste. Nach einer Standardsituation konnte
der Ball nicht entscheidend geklärt werden. Einem Laufelder Akteur fiel der
Ball an der linken Grundlinie wie aus dem Nichts vor die Füße. Der eigentlich
harmlose Flachschuss aus spitzem Winkel fand jedoch unglücklich abgefälscht den
Weg an Torwart Peter Vochtel vorbei in die Maschen.
Im Anschluss versuchten sich die Sportfreund den unglücklichen Rückstand
nicht anmerken zu lassen, aber das Spiel nach vorne konnte keine Trotzreaktion
hervorbringen. Das Thalfanger Mittelfeld war defensiv zu sehr beschäftigt, das
überlegene Spiel der Gäste zu unterbinden, so dass bei Balleroberungen oft zu
langsam umgeschaltet wurde, was Fehlpässe und Ballverluste zur Folge hatte.
Darüberhinaus hatten die Stürmer gegen eine aggressive Viererkette weiter das
Nachsehen.
Nach gut einer halben Stunde folgte dann der nächste Rückschlag. Da Kim
Klein aufgrund einer Verletzung schon früh ausgewechselt werden musste, waren
mehrere Umstellungen notwendig. Der eingewechselte Robert Mehlig positionierte
sich im Angriff, während Florian Schmidt auf die linke Seite rückte, von wo
Dominik Bialas auf die rechte Seite wechselte. Die kurzzeitige Verwirrung
nutzte der Gast zu einem Gegenstoß auf der unbesetzten rechten Thalfanger Seite
aus. Eine unbehindert abgegebene Flanke erreichte präzise den haarlosen Kopf
eines gegnerischen Stürmers, dessen kläglicher Kopfball jedoch noch von Peter
Vochtel reflexartig pariert werden konnte. Im Nachsetzen zeigte sich ein
anderer Laufelder Angreifer als reaktionsschneller und drückte den Ball zum 0:2
über die Linie.
Im Anschluss folgten endlich eine Drangphase der Sportfreunde und der
prompte Anschlusstreffer. Eine gelungene Ballstafette über mehrere Stationen
bescherte Dominik Bialas eine gute Schussposition auf der halbrechten Seite.
Völlig unbehelligt trat dieser das Leder aus gut 20 Metern auf das gegnerische
Gehäuse und der sehenswerte Schuss schlug in den rechten Torwinkel zum 1:2 ein.
So wenig das Offensivspiel bisher einbrachte, umso deutlicher wurden in dieser
Szene die Möglichkeiten der Hausherren bei einfachem, selbstbewusstem Spiel.
Wenige Minuten später unterbrach der Halbzeitpfiff diese gute Phase
der Grünweißen. Trotz engagierter Defensivleistung, lag man zur Pause nicht
unverdient mit 1:2 gegen einen spielerisch überlegenen Gast zurück.
Doch in der Partie war noch alles drin. Nach dem Wiederanpfiff, bot
sich allerdings das ähnliche Bild. Zwar wurden die Offensivvorstöße der
Sportfreunde jetzt häufiger und energischer, da Spielmacher Benedikt Hoff zunehmend
in die Partie fand, aber die überlegenen Gäste erwiesen sich auch in Hälfte
zwei als das erfahrenere, abgeklärtere und von Spielanlage und –aufbau bessere
Team.
Nachdem Benedikt Hoff per Fernschuss eine der wenigen Möglichkeiten
vergeben hatte musste der bis dahin sehr stark spielende Andreas Pfeiffer nach
einer Verwarnung gelb-rot-gefährdet das Spielgelände verlassen. Nicht nur bei
dieser Aktion war der heute bescheidene Unparteiische nur mit sich selbst
allein einer Meinung. Eingewechselt wurde Neuzugang Maximilian Pestemer,
während Simon Krause auf die Manndeckerposition rochierte.
Nach einer Stunde folgte dann das vorentscheidende 3:1. Die eigentlich
ständig unter Beschlag stehende Thalfanger Defensive leistete sich dabei beim
Deckungsverhalten im Zuge eines gegnerischen Einwurfes einen verhängnisvollen
Patzer. Der nach dem Einwurf auf der linken Seite folgende einfache Doppelpass
wurde nicht erkannt, drei Thalfanger deckten einen Laufelder, und ein weiterer
gegnerischer Stürmer bekam den Ball völlig frei im Fünfer. Peter Vochtel war
aus dieser Distanz völlig machtlos.
Im Folgenden schien sich die Hitze des Tages zunehmend auf das
Spielgeschehen auszuwirken. Laufeld, mit dem 1:3 im Rücken, wollte und die
Sportfreunde mit engagiertem, aber ideenlosem Spiel konnten zunächst keine
weiteren Aktionen setzen. Zumindest der Einsatz stimmte auf Seiten der
Gastgeber, so dass sowohl Dominik Bialas, als auch Fivo Odigie mit viel
Laufbereitschaft und Einsatzwillen hier hervorzuheben sind.
Florian Schmidt hatte in der 70. Minute dann wohl nach die größte Thalfanger Chance auf einen Anschlusstreffer. Nachdem er sich sehenswert diagonal, von der linken Seite kommend, in Szene gesetzt hatte, missglückte allerdings das finale Zuspiel auf den freien Dominik Bialas.
Kurz vor Schluss setzten die Gäste dann mit einem Elfmetertreffer den
1:4 Schlusspunkt. Peter Vochtel stürzte sich in dieser Phase auf einen
eigentlich viel zu steilen Ball auf einen Laufelder Stürmer, der quer durch den
Thalfanger Sechzehner gespielt wurde. Dabei traf er leider auch den Laufelder
Angreifer, brachte diesen zu Fall, und der Schiedsrichter verhängte einen nicht
unberechtigten Strafstoß, der unmittelbar zum 1:4 Endstand führte.
Fazit des ersten Spieltages war eine sehenswerte kämpferische
Leistung, die in der Summe jedoch gegen einen klar überlegenen Favourit jedoch
einfach nicht ausreichte. Zwar war nach dem Anschlusstreffer der Sportfreunde
durchaus ein Unentschieden machbar, doch die spielerischen Mittel fehlten heute
doch entscheidend. Dies lag vor allem daran, dass das Thalfanger Mittelfeld zu
sehr defensiv gebunden war, der Angriff kaum in Spiel fand und das Geschehen am
Regisseur Benedikt Hoff, der sich trotz allem bemüht gezeigt hatte, schlichtweg
vorbeilief. Die recht frühen Auswechselungen taten dem Thalfanger Spiel
ebenfalls nicht gut, denn der junge Robert Mehlig hatte in seinem ersten Spiel
für die Erste Mannschaft doch seine Schwierigkeiten gegen die gegnerische
Abwehr und Max Pestemer ist noch lange nicht in Topform. Die hohen Temperaturen taten bei der
intensiven Begegnung dann ihr übriges.
Positiv zu bewerten sind die Leistungen von Mathias Paul, Neuzugang Dominik
Bialas, der heute zeitweise sein Potential aufblitzen ließ und vor allem von Oldie Andreas Pfeiffer. Leider wird die Erste
Mannschaft aufgrund der dürftigen Personalsituation wohl auch in den nächsten
Partien auf Hilfe aus erweiterten Mannschaftskreisen angewiesen sein.
Gegen diesen überlegenen Gegner konnte man heute verlieren, aber
entscheidend ist das Spiel gegen den Aufsteiger aus Dreis am kommenden
Wochenende.
Torschützen: 1:2 Dominik Bialas
Wir bedanken uns bei allen Fans, die uns bei diesem Spiel unterstützt haben!
Sonntag, 02. August 2009: "Spfr. Thalfang gewinnen Verbandsgemeindepokal 2009!"
Zur Einweihungsfeier des neuen Kunstrasenplatzes vom 31. Juli bis 2. August 2009 konnten die Sportfreunde Thalfang die Feierlichkeiten mit dem Gewinn des VG-Pokals krönen. Nachdem die Grünweißen am Freitag in einem sehenswerten Spiel gegen den SV Morbach noch mit 3:5 unterlagen, setzten sie sich beim VG-Pokalturnier gegen die lokale Konkurrenz durch.
Zwar taten sich die Hausherren in den ersten Partien schwer ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen, trotzdem erreichte man mit etwas Glück im Elfmeterschießen verdientermaßen das Finale. Dort lieferte man sich einen hochspannenden Kampf gegen den B-Ligisten aus Gielert. Nach früher Führung durch eine Kopfballtreffer von Kapitän Frieder Krause, schien man nach zwei Platzverweisen und dem Anschlusstreffer per Elfmeter noch in der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße zu geraten.
Doch auch in Unterzahl blieb Thalfang die gefährlichere Mannschaft und Florian Schmidt erlöste die zahlreichen Anhänger kurz vor dem Abpfiff mit seinem Treffer nach einem Freistoß.
Auch wenn man in diesem Jahr den Pokal nicht so überlegen gewann, wie in den Jahren zuvor, hatte der Wettbewerb in den Sportfreunden als die beste Mannschaft des Turniers seinen verdienten Titelträger gefunden.